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Farbe des Jahres 2018

Jetzt wird es Ultra Violet, sagt Farbexperte Pantone. Denn der hat wie jedes Jahr nun einen Ton aus seiner umfangreichen Farbpalette zur Farbe des Jahres gekürt. Diesmal wählte das Komitee aus New Jersey ein sattes Lila. Anlass zu der gewagten Auswahl seien die "Mysterien des Kosmos, die Faszination der Zukunft und die Entdeckungen jenseits der heutigen Erkenntnisse." Der Farbton soll "mit seiner Nuancierung und einer Fülle von Emotionen Experimentierfreude und Unkonventionalität symbolisieren und dazu anregen, sich eine eigene Gestaltung der Welt vorzustellen und mit Kreativität Grenzen zu überwinden." Ob das die Mehrheit der Kreativbranche auch so sieht, ist fraglich. Wir sind jedenfalls gespannt, wo uns Ultra Violet 2018 überall begegnen wird.

Was ergibt Blau, Grün und Rot?

Ganz einfach: Die (angeblich) beliebteste Farbe der Welt! Der britische Papierspezialist GF Smith begab sich Anfang des Jahres mit einem Wettbewerb auf die Suche. Gemeinsam mit der Designagentur Made Thought sowie Hull, der britischen Kulturhauptstadt 2017, startete das Unternehmen die Aktion The World’s Favourite Colour, an der sich über 30.000 Menschen beteiligten. Das Ergebnis: Marrs Green, eine Farbmischung aus Blau, Grün und Rot. Die Gewinnerfarbe nimmt GF Smith als 51. Ton in sein Feinstpapier-Sortiment Colorplan auf, benannt nach dem Teilnehmer, der dem meist genannten Farbton am nächsten gekommen ist. Zudem wird ein Pop-up-Shop eröffnet, indem nur Dinge in der Farbe Marrs Green verkauft werden. Angesagt ist der Farbton schon seit Längerem, vor allem in der Mode- und Lifestyle-Branche. Aber auch in vielen anderen Bereichen begegnet sie uns oft mit unterschiedlicher Benennung. Aber erst jetzt wissen wir sie so richtig zu schätzen – als eine der beliebtesten Farben der Welt.

Quick Response

„Schnelle Antwort“, das ist die Übersetzung von „Quick Response“ oder auch kurz „QR“. Beim QR Code handelt es sich um einen zweidimensionalen Strichcode (2D-Code), der 1994 von einer japanischen Firma entwickelt wurde. Typischerweise hat der QR Code eine quadratische Form und besteht aus einer Klötzchengrafik, die an Videospiele aus den 80ern erinnert. In dieser „Matrix“ sind Informationen verschlüsselt, die mittlerweile von verschiedenen Geräten ausgelesen werden können. So findet man den Code heute auf vielen Plakaten, Anzeigen, Postkarten und sogar auf manchen Sehenswürdigkeiten. Vorausgesetzt Ihr Smartphone verfügt über einen sogenannten „QR Reader“, führt sie das Abfotografieren des Codes mit der Handykamera z. B. direkt auf die zugehörige Website mit weiterführenden Informationen.

Eigentlich für logistische Zwecke in der Automobilbranche entwickelt, mauserte sich QR nach und nach zu einer interessanten Kommunikationsschnittstelle zum Endverbraucher. Auch in vielen weiteren Bereichen wird die Technik heute eingesetzt. So versehen auch manche Rennsport-Teams ihre Wagenteile mit einem QR Code, um sie eindeutig identifizieren zu können.

Redesign

Wenn GNTM-Bewerberinnen zum Friseur geschickt werden, weil sie nicht edgy genug sind und unter dem fehlenden Shape die Performance auf dem Walk leidet, dann muss man zumindest eines zugeben: Danach sehen sie tatsächlich besser aus. Dieses Redesign muss allerdings wohlüberlegt sein, denn nicht zu jedem Typ passt jeder Style. Welcher Zielgruppe soll es gefallen und kann man sich selbst mit dem neuen Aussehen identifizieren?

Die Neugestaltung eines Corporate Designs kann entscheidend dazu beitragen, ein altes unliebsames Image abzustreifen und sich am Markt neu zu positionieren – eine risiko-, aber auch chancenreiche Investition in die Zukunft. Fehltritte können Kunden und damit Umsatz und Marktanteile kosten.

Wichtig ist es deshalb, einen kompetenten Partner an seiner Seite zu wissen, der Sie bei der Entwicklung und Implementierung des neuen Designs umfassend berät und betreut. Unverzichtbar ist hier die richtige Planung im Vorwege sowie die nachgelagerte Unterstützung beim zukünftigen Einsatz des neuen Auftritts. Dazu gehören neben Styleguide/Werberichtlinien inkl. genauer Definition der verwendeten Typo und Farbwerte auch detaillierte Infos zum zukünftigen Einsatz der Elemente. Eine Anleitung eben, wie mit dem hübschen Outfit ab sofort umgegangen werden soll. Denn nichts ist schlimmer, als seinen Kunden nach dem Umstylen ungebrieft allein zu lassen – insbesondere, wenn Sie dank CMS, Präsentationsvorlagen & Co. alle Zepter für die eigenständige Fortführung Ihres neuen Außenauftritts in die Hand bekommen. Ein Redesign ist nicht mit der Logogestaltung oder -anpassung abgeschlossen, sondern bedeutet eine konsequente Begleitung und Schulung des Kunden, bevor man ihn auf den Laufsteg entlässt. Dann gibt es am Ende auch garantiert ein Foto ...

Apostroph oder nicht?

Manchmal ist es an der Zeit, sich den ganz kleinen Dingen des Lebens zu widmen, z.B. dem Apostroph. Wir alle setzen es hin und wieder ein, aber wer kann schon von sich behaupten, in der Zeichensetzung so richtig sattelfest zu sein (dafür gibt es ja schließlich Lektoren)? Wie vielfältig die deutsche Grammatik interpretiert wird, sehen wir jeden Tag im Netz, auf der Straße, in Nachrichten und Briefen. Der (!) Apostroph gerät dabei nicht selten zur kleinen Katastroph. Dabei gibt es immer noch klare Regeln, die den Einsatz des hochgestellten Kommas genau definieren. Die bekannteste: Ein Apostroph muss immer gesetzt werden, wenn im Inneren eines Wortes ein oder mehrere Buchstaben ausgelassen werden, wie z.B. beim Berliner Ku'damm, der Kurzform für den Berliner Kurfürstendamm.

Das kleine Hochkomma hat im 16. oder 17. Jahrhundert seinen Einzug in die deutsche Sprache erhalten. Es wird gelegentlich auch als Auslassungszeichen, Hochkomma, Hinterstrich, Nachstrich, Oberstrich oder Oberhäklein bezeichnet. Beim Genitiv darf es nur gesetzt werden, wenn die Personennamen auf ce, s, ss, ß, tz, x oder z enden. Nicht korrekt wäre also: Elli’s Friseursalon, korrekt dagegen Fritz’ Grillimbiss. Und warum sehen wir dann jede Menge Apostrophe in Firmennamen in grammatikalisch höchst unzulässiger Weise? Weil Unternehmen wie Beck’s oder Kaiser’s Kaffee im 19. Jahrhundert gegründet wurden, als die Absetzung des Genitiv-s mittels Apostroph noch erlaubt und üblich war. Seit der Rechtschreibreform 1996 darf man mit einem Apostroph allerdings die Grundform des Genitivs verdeutlichen. Beispiel: Andrea’s Lädchen ist nur gestattet, weil es den Unterschied zum männlichen Namen Andreas verdeutlicht.

Weitere Ausnahmen: Der Käpt'n ist deshalb erlaubt, weil der Käptn für seine Crew unleserlich wäre. Und die meyer'sche Familienwerft darf stehen bleiben, weil hier der Familienname als Adjektiv verwendet wird.

So ein kleines Zeichen und so viele Regeln. Darauf ein dreifaches ''' !

Lecker NFC-Chips

© GaudiLab – stock.adobe.com
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Mit Near Field Communication, kurz NFC, ist nicht der Smalltalk am Acker gemeint, sondern eine ziemlich schlaue Idee, die uns schon heute einen Ausblick auf die Möglichkeiten der Zukunft gibt. Die Besonderheit von NFC liegt darin, dass zwischen den beiden kommunizierenden Geräten nur ein Abstand von wenigen Zentimetern bestehen darf, damit eine Übertragung stattfinden kann. Daraus resultiert, dass NFC-Technik relativ sicher gegen das Abhören von außen ist. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit ist mit 424 KByte/s recht niedrig, reicht aber vollkommen aus, um kleine Informationseinheiten wie Links in Sekundenschnelle zu übermitteln.

NFC bietet eine Fülle an Anwendungsbereichen: Vom bargeldlosen Zahlen, der Kommunikation zwischen mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones, als papierlose Eintrittskarte, als Zugangskontrolle, Autoschlüssel, im Personalausweis, in der Außenwerbung u.v.m.

Aber was passiert eigentlich genau bei der Datenübertragung per NFC? Wird das Smartphone oder Tablet an einen vorprogrammierten NFC-Chip gehalten, aktiviert dieser bestimmte Anwendungen im Gerät, die z.B. für den Bezahlvorgang notwendig sind. Auch zur Steuerung des eigenen Gerätes bietet NFC interessante Möglichkeiten: mit einer entsprechenden App können NFC-Tags selbst geschrieben werden, die bei Kontakt mit dem Handy beispielsweise das W-LAN ein- bzw. ausschalten oder Bluetooth aktivieren.

Die Anwendungsbereiche für Near Field Communication sind enorm. Findige Druckereien verbauen die schlauen Chips seit einigen Jahren sogar in Visitenkarten. Sie lassen sich z.B. dafür nutzen, die Kontaktdaten auf bei Berührung auf das Phone des Visitenkarten-Empfängers zu übertragen.

Back to handmade

© fotolia.de
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In Tagen immer perfekter werdender industrieller Produkte hat sich ein massiver Gegentrend zum feinen Manufaktur-Erzeugnis entwickelt. Konsumenten schauen heute angesichts des überbordenden Angebots in den Regalen gern vor dem Kauf auf die Details. Viel mehr als damals werden nun Herkunft, Produktion, Qualität und Nachhaltigkeit hinterfragt mit dem Ziel, nicht mehr nur gut, sondern auch fair und umweltbewusst zu kaufen – eine Chance gerade auch für viele kleine Unternehmen, die sich mit dem Thema intensiv befassen. Wer seine Erzeugnisse schlau am Markt positioniert und sie richtig präsentiert, kann eine hoch anspruchsvolle und finanziell potente Zielgruppe erreichen.

Auch große Konzerne haben das erkannt und ziehen alle Register des Natur-Produktdesigns, dazu gehören Handschriften, Illustrationen, Stempeloptik, Prägungen, Verpackungsmaterial mit natürlicher Haptik u.v.m. Natürlich funktioniert das gut, viele Unternehmen vergessen aber die wichtigste Zutat: Authentizität. Wenn man die skeptische Bio-Natur-Käuferschaft überzeugen will, reicht eine besonders natürlich wirkende Verpackung nicht mehr aus. Auch das Produkt muss diesen Ansatz widerspiegeln, nur dann ist der Nachhaltigkeitsgedanke überzeugend vermittelt und konsistent.

Das Handmade-Siegel zieht sich mittlerweile durch alle Branchen, insbesondere im Bekleidungs- und Lebensmittelbereich. Erfolgsgeschichten gibt es hier viele, wie z.B. das junge Team um koawach. Zwei Studenten entwickelten verschiedene Kakaogetränke, deren Zutaten aus nachhaltigem, ökologischem und fairem Bio-Anbau aus Lateinamerika stammen. Im Regal zeigt sich das Produkt in ansprechenden Zip-Lock-Beuteln aus Kraftpapier mit farbenfrohen, aber reduzierten Labels. In der Gesamtwahrnehmung transportieren Verpackung und Inhalt Natur pur und bringen uns der Herkunftsregion ein Stück näher. Die zugehörige Website und koawachs Social Media Kanäle fügen sich hervorragend in die CI des Unternehmens ein und nutzen ihre Stärken für vertiefende Infos zum Fairness-Gedanken, den Inhaltsstoffen und der Herstellung.

Naturprodukte sollten also in erster Linie überhaupt erstmal welche sein und erst dann als solche im Handel präsentiert werden, dann kann auch trotz der heutigen starken Wettbewerbssituation ein erfolgreicher Absatz möglich sein. Alles andere fällt beim Verbraucher über kurz oder lang gnadenlos durch und schadet nicht zuletzt der Glaubwürdigkeit des Unternehmens.

2017 wird grün

Greenery heißt die Farbe des Jahres 2017, gewählt von Farbgigant Pantone. Jährlich ruft das US-Unternehmen mit Sitz in New Jersey ein Komitee zusammen, um die Farbe des Jahres zu wählen. Es bespricht Einflüsse aus der Welt des Designs sowie aus den Bereichen Entertainment, Kunst, angesagte Reiseziele – sogar neue Lebensstile und sozioökonomische Faktoren fließen in die Überlegungen mit ein. Das frische Grün mit der Pantone-Farbnummer 15-0343 soll die Stimmung unserer heutigen Zeit widerspiegeln und erinnert an frisch gemähtes Gras im Sonnenlicht.

3D mit Adobe Felix

© mik38 – stock.adobe.com
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Unter Animationsfilm versteht man heute bekanntlich nicht mehr handgezeichnete Meisterwerke wie Schneewittchen, sondern in perfektem HD oder sogar 4K gerenderte computergenerierte Filme mit aufwendig modellierten 3D-Charakteren, -Modellen und lebensecht berechnetem Lichtverhalten. Seit den ersten Schritten von Mickey Mouse hat sich die Motionfilmindustrie rasant entwickelt. Vor allem wurde das durch den technischen Quantensprung bei der Rechnerleistung möglich, der das Szenario komplett computergenerierter Filme wie Toy Story überhaupt vorstellbar werden ließ. Für deren Realisierung brauchte es entsprechend leistungsstarke 3D-Software. Programme wie Maya, Cinema 4D und 3DS Max eroberten schnell die Branche und brachten mit jedem Release neue Funktionen, immer schnellere Renderengines und ausgefeilte Plugin-Schnittstellen. Die hochkomplexe Software erfordert eine lange Einarbeitungszeit, viel Geduld und ein hohes technisches Verständnis für die komplizierten Zusammenhänge bei der Modellierung, Animation und Ausgabe.

Grafikdesigner gingen dabei lange Zeit leer aus. Die Anschaffungskosten für die teure Soft- und Hardware und der Aufwand für die Einarbeitung waren unerschwinglich. Kostenlose Programme wie Blender, das aus einer 3D-Community heraus entstand und stetig ausgebaut wird, sollen einen akzeptablen Lösungansatz bieten. Dennoch muss der Einsteiger hier seine Szene komplett neu aufbauen, die Einstellungen anpassen, die gewünschten Objekte modellieren, das Licht setzen und schließlich alles rendern. Bis heute wagen nur wenige in der Branche diesen Schritt, der jedoch genau aus diesem Grund ein künftiger Auftragsgarant sein kann.

Über die Jahre gab es viele Ansätze verschiedener Entwickler, diese Lücke zwischen 3D- und 2D-Designern zu überbrücken und den Einstieg in das Thema zu vereinfachen. Erstaunt war die Branche über die dezente Zurückhaltung des Kreativsoftware-Giganten Adobe. Man ahnte schon, dass der Konzern aus Kalifornien es nicht bei den 3D-Funktionen in Photoshop belassen würde, sondern hier an einer Standalone-Lösung arbeitete. Auf der diesjährigen Adobe MAX Konferenz in Las Vegas zeigte man dann endlich sein lang gehütetes Baby mit dem Arbeitstitel Felix. Das neue Kind der Familie ersetzt keinen der großen 3D-Boliden, bietet aber einen ganz neuen Ansatz: Über ein einfach gehaltenes Interface kann man ein beliebiges Foto in den Hintergrund der Szene laden. Der Horizont richtet sich auf Wunsch automatisch darauf aus. 3D-Modelle kann man entweder in verschiedenen Formaten importieren oder aus Adobes Fundus an Stockmaterial beziehen, gleiches gilt für die Lichteinstellungen und verschiedenste Materialien, die man einfach per Drag-and-Drop auf das Modell anwenden kann.

Felix' Clou ist die automatische Berechnung des Lichts aus dem geladenen Foto. Erste Tests zeigen beeindruckende Ergebnisse und eine sehr performante Renderengine. Noch befindet sich Felix in der Betaphase, wird von Adobe aber schonmal mit Bitte um Feedback für alle Cloud-Abonnenten zum Download angeboten. Es wird sehr interessant, wie es mit dem neuen Player unter den 3D-Tools weitergeht und welche Features mit den nächsten Updates hinzukommen.

Künstlerische Intelligenz

© jim – stock.adobe.com
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Max Headroom – 1985 sendete das US-Fernsehen den Pilotfilm zur gleichnamigen Serie. Darin ging es um einen schwer verunglückten Reporter, mit dessen Hirnströmen sein digitales Ebenbild im Computer generiert wurde. Die Handlung spielte übrigens im fernen 2006. Bereits 1968 hatte Regisseur Stanley Kubrick mit seinem Meisterwerk 2001: Odyssee im Weltraum einen filmischen Meilenstein zum Thema Künstliche Intelligenz gepflanzt, der manchen Wissenschaftler zur Forschung auf diesem Gebiet animiert haben dürfte. Laut Wikipedia ist KI "der Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden, d. h. einen Computer zu bauen oder so zu programmieren, so dass dieser eigenständig Probleme bearbeiten kann." Was bislang ein aufregender Traum war, rückt der Realisierung angesichts heutiger technischer Möglichkeiten immer näher. Raumfüllende Riesenrechner sind auf Platinengröße geschrumpft, Tech-Giganten bauen an ihren Quantencomputern und Programmierer kommen dem Supercode langsam auf die Schliche. Viele KI-Lösungen sollen sich auf spezielle Probleme von Industrie, Militär und Raumfahrt konzentrieren. Gleichzeitig forscht man jedoch auch an schlauen Systemen für den Rest der Welt. Von einigen Codeschnipseln profitieren bereits Branchen, bei denen man den Einsatz von KI gar nicht vermuten würde, z.B. die Kreativbranche: Mit dem November-Update stellte der Softwarekonzern Adobe einen neuen Assistenten für seine Creative Cloud-Programme Photoshop & Co. vor – Adobe Sensei (= im japanischen Sprachgebrauch ein Lehrer, der Senior, der den Weg vorlebt und ihn seinen Schülern vermittelt). Das neue Feature ist bereits massiver Bestandteil von Adobes Kreativtools und wird künftig eine noch viel größere Rolle spielen. Mit dem neuen digitalen Helfer ist es möglich, mühselige Arbeitsschritte zu automatisieren: Binnen Sekunden findet der Assistent Stockmaterial, das einem vorgegebenen Motiv aufgrund bestimmter Merkmale ähnlich sieht. Schon in Kürze wird Sensei z.B. Texte in Massen von PDF-Dokumenten bis ins Detail verstehen, Muster und inhaltliche Überschneidungen darin erkennen und das entsprechende Wissen daraus ableiten. So können Tonnen von Dateien automatisch durchforstet und analysiert werden. Auch bei Gestaltungsaufgaben wird Adobe's KI ein nützlicher Helfer sein und aktiv Vorschläge für zielgruppengerechte Layouts, stimmige Typo und vieles mehr unterbreiten. Sensei wird eines Tages eine Art K.I.T.T. sein, der kreativen Knight Ridern im rauhen digitalen Arbeitsalltag zur Seite steht – nur eben ohne Räder. Für Auftraggeber bedeutet das schnellere und qualitativ bessere Ergebnisse, die noch exakter auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sind.

Desktopfreies Publishing

© Photographee.eu – stock.adobe.com
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Desktop Publishing oder kurz DTP, damit war bis vor ein paar Jahren ganz klar das Gestalten am stationären Rechner gemeint. Worauf auch sonst? Zu einer ordentlichen Hardware für den geübten Designer gehörte natürlich ein stattlicher Mac oder Windows-PC, der schnaufend das letzte Quentchen Leistung aus seinen Prozessoren zog, um eine angemessene Arbeitsgeschwindigkeit zu ermöglichen. In den meisten Büros standen noch klobige Röhrenmonitore auf den Schreibtischen, erste TFT-Screens erhielten aufgrund ihres begrenzen Farbumfangs und der niedrigen Auflösung nur langsam Einzug in die Branche.

Viel hat sich seitdem getan. Die Prozessorleistung hat sich mittlerweile vervielfacht, was heute bereits Einsteigern ins Grafikbusiness eindrucksvolle Möglichkeiten bietet. Neben all der Grafikbeschleunigung hat es dank Apple aber auch eine neue Geräteklasse in die Massenmärkte geschafft – Smartphones und Tablets, also mobile Devices mit Touchdisplays.

Deren schnelle Verbreitung und das große Verlangen der Verbraucher nach mobiler Nutzung stellte Interface-Designer vor spannende Herausforderungen. Hier waren ganz neue Schnittstellen nötig, um eine intuitive Bedienung der Geräte zu ermöglichen. Mit fortschreitender Entwicklung entstanden auch erste Apps für Designer, die allerdings eher Spielereien, denn ernst zu nehmende DTP-Lösungen waren. Erst in den letzten Jahren war Grafikern möglich, die ein oder andere App sinnvoll bei ausgesuchten Projekten in ihren Workflow einzubinden. Einige Grafikfilter, Effekte etc. sucht man tatsächlich bei stationären Apps vergeblich. Hier macht sich der umfangreiche Einsatz mobiler Geräte im Fotografiebereich bemerkbar.

Einen deutlichen Schritt nach vorn ging Adobe Anfang 2015 mit der Veröffentlichung von Adobe Comp. Als intuitive Layoutlösung bindet Adobe seine Vorzeige-App logisch in die Creative Cloud ein. Mit dem schlauen Helfer lassen sich bereits unterwegs zum Kunden Layouts entwerfen, die man dann zurück im Büro kinderleicht eins zu eins auf Photoshop oder InDesign übertragen kann, um dort das Motiv zu finalisieren. Dabei ist es sicher kein Zufall, dass Adobe Comp etwa zur gleichen Zeit im App Store angeboten wird, in der Apple die Markteinführung für sein Flaggschiff-Tablet iPad Pro plant. Mit dem riesigen Device hat Apple ein wahres Sahnestückchen für investitionsfreudige Designer erschaffen, mit dem man sich auf die Bürocouch verdrücken kann, während andere an ihre unbequemen Schreibtischstühle gefesselt sind. Spätestens jetzt sind wir im Zeitalter der wirklich ernst zu nehmenden mobilen Gestaltungslösungen angekommen, die für jeden Grafiker zwar ein Mehrfaches seiner bisher gewohnten Ausgaben, aber auch ein Vielfaches an Flexibilität bedeuten.

Das richtige Motiv

© stockyimages - stock.adobe.com
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Wir kennen Sie alle – händeschüttelnde Business-Menschen, die sich lächelnd auf die Schultern klopfen, gemeinsam Verträge unterzeichnen und unglaublich viel Spaß dabei haben. Hochmotivierte Pflegekräfte, die die Betreuung ihrer Patienten mit links bewältigen, während sie frisch frisiert in die Kamera grinsen. Oder wie wär's mit dem Polizisten, der gerade einen Bösewicht gefasst hat und ihn mit erhobenem Dududu-Finger abmahnt (der Gauner zeigt natürlich Reue). Laaangweilig!

Wer in seiner Kommunikation auf solche Motive setzt, wird nicht weit kommen, denn die Zeiten haben sich radikal geändert. Was in Tagen des einfachen Sender-Empfänger-Prinzips funktioniert hat, hat heute angesichts der globalen technischen und wirtschaftlichen Vernetzung keinen Bestand mehr. Konsumenten haben heute Zugriff auf alle Waren der Welt und das bereits über den kleinen leistungsstarken Rechner, der in ihrem Smartphone steckt. Binnen Sekunden können wir zu fast jedem Produkt Testergebnisse und Bewertungen anderer Käufer ergoogeln und unsere positiven oder negativen Erfahrungen mit anderen teilen. Das schafft zwar mehr Transparenz für den Konsumenten, für Unternehmen ist es dadurch jedoch viel schwieriger geworden, Produkte oder Dienstleistungen überzeugend zu bewerben. Deshalb ist es so wichtig, authentisch zu bleiben. Wer mit Massenmotiven wirbt, macht sich im riesigen Mitbewerb austauschbar. Konsumenten merken schnell, ob sich eine Marke echt anfühlt oder sich mit überzogenen Darstellungen maskiert.

Joggende Senioren, die ganz easy über Baumwurzeln springen, haben nicht viel mit der Realität zu tun. Klar gibt es auch sportverliebte 80-jährige, aber der weitaus größere Teil dieser Altersstufe ist froh, heil vom Einkauf zurückzukehren. Hier bleibt die Identifikation mit Ihrer Werbebotschaft auf der Strecke.

Wenn Sie Ihre Kunden überzeugen wollen, dann bleiben Sie glaubhaft. Wie wäre es z.B. mit einer Szene direkt aus Ihrem Arbeitsalltag – ungeschminkt und so wie er ist? Damit verbunden sollten Sie sich die Frage stellen, ob ein Fotoshooting im Einzelfall nicht die bessere Wahl ist, wenn Stockagenturen keine geeigneten Motive liefern können. Natürlich ist das eine Budgetangelegenheit, viele überschätzen allerdings die Kosten für solch ein Shooting um ein Vielfaches. Denken Sie auch an die Möglichkeit einer Illustration oder einer rein textuellen Darstellung. Eine geschickte typografische Gestaltung kann oft mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als ein aufwendiges Fotomotiv.

Welcher Kommunikationsweg speziell für Sie der richtige ist, müssen Sie selbst entscheiden (idealerweise mit Hilfe eines entsprechenden Dienstleisters). Schauen Sie auch mal auf den Mitbewerb oder auf andere Branchen. Gerade große lifestylige Unternehmen, wie Adidas und Vodafone oder auch der Möbelhersteller IKEA haben erkannt, dass man mehr Aufmerksamkeit gewinnt, wenn man die Welt genau so zeigt, wie sie ist: Manchmal schön und voller Emotionen und manchmal kompliziert, unperfekt, menschlich. Unser Alltag ist voller kleiner und größerer Probleme und Fragestellungen. Wenn Sie das zeigen und Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung eine einfache Lösung dazu bieten kann, ist der Rest Formsache. 

Vektor – Superhero der Grafikformate

© inueng - stock.adobe.com
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Als 1951 mit einem Computer Grafiken zum erstem Mal auf einem Bildschirm erzeugt wurden, brach eine neue Ära an. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Möglichkeiten der grafischen Bilderzeugung durch intensive Forschungen erheblich erweitert und verbessert. Daraus hervorgegangen sind zwei grundverschiedene Grafik-Formate: Raster- und Vektorgrafiken.

Der Begriff Rastergrafik basiert auf der rasterförmigen Anordnung von Pixeln, die Bezeichnung Pixelgrafik ist deshalb heute geläufiger. Ihr Vorteil: Da jedem der meist mehreren Millionen Pixel eines Bildes eine eigene Farbe und Helligkeit zugewiesen werden kann, lassen sich so Fotos besonders realistisch abbilden. Alle digitalen Fotos sind in der Regel Rastergrafiken. Jedoch benötigen insbesondere große Motive durch die Vielzahl an gespeicherten Informationen viel Speicherplatz. Ganz anders dagegen Illustrationen. Sie bestehen je nach Komplexität der Grafik aus einer Vielzahl an Farbflächen, Verläufen, geometrischen Formen, Textelementen etc. Für diesen Aufbau bedarf es keiner Rasterdarstellung. Stattdessen reicht eine mathematische Beschreibung. In einer Vektordatei sind also Formeln gespeichert, mit deren Hilfe Computer das Bild selbständig aufbauen können. Meist sind Vektordaten deshalb viel kleiner als Pixelgrafiken. Sie verbrauchen weniger Speicherplatz und benötigen insbesondere bei großformatigen Darstellungen weniger Rechner-Performance.

Der wohl größte Vorteil von Vektorgrafiken ist jedoch die gleichbleibende Qualität. Eine Pixelgrafik verliert mit jeder Vergrößerung an Schärfe, da die enthalten Pixel-Informationen klar auf das Ursprungsformat begrenzt sind und lediglich mit speziellen Algorythmen hochgerechnet/interpoliert und nachgeschärft werden können. Die formelbasierte Beschreibung einer Vektorgrafik bleibt hingegen immer gleich. In der Praxis heißt das, dass z.B. unser kleiner Vektorkönig aus diesem Beitrag selbst dann kantscharf bleiben würde, wenn wir ihn auf die Größe des Brandenburger Tores hochskalieren.

Heutige Illustrations-Software, wie z.B. Adobe Illustrator, bietet mittlerweile einen nie dagewesenen Funktionsumfang und einfach anzuwendende Werkzeuge. Mit ihrer Hilfe entsteht eine ganz neue Art z.T. extrem detaillierter Vektorgrafiken, die einem Foto oder einem 3D-Rendering erstaunlich nahe kommen können. Besonders wichtig sind Vektoren durch ihre auflösungsunabhängige Skalierbarkeit auch beim Interface-Design. Sie ermöglichen eine schnelle Anpassung von Buttons, Icons und anderen Elementen an die jeweilige Displaygröße aller nur denkbaren Devices und sind damit absolut zukunftssicher. So ist z.B. stufenloses Zoomen in Interfaces von Games und Anwendungen problemlos möglich.

Pixel- und Vektorgrafiken werden auch weiterhin nebeneinander existieren und ihre Stärken weiter entfalten. Vielleicht entsteht irgendwann ein universelles Grafikformat, das die Vorteile beider Welten miteinander vereinen kann. Das hängt jedoch von den Anforderungen zukünftiger User und ihrer Hardware ab.

Bock auf Blog?

© Rawpixel.com - stock.adobe.com
© Rawpixel.com - stock.adobe.com

Noch Anfang der 90er war es nur unter unverhältnismäßig viel Aufwand möglich, einer breiten Zielgruppe seine Gedanken zu einem Thema regelmäßig mitzuteilen. Internet-Foren steckten noch in den Kinderschuhen, die Kommunikation im Web war eher noch ein Nerd-Thema.

Heute betreibt mehr als jeder zehnte Web-User ein Blog, in dem er über seine persönlichen Lieblings-Themen postet. Die Bandbreite reicht von Taubenzucht bis Raketenantrieb und wird damit jedem noch so speziellen Geschmack gerecht.

Der Begriff Weblog setzt sich aus Web und Logbuch zusammen und tauchte erstmals 1997 auf der Website des amerikanischen Bloggers Jorn Barger auf. Der Webdesigner Peter Meinatz prägte schließlich daraus 1999 die Kurzform Blog, die sich bis heute etabliert hat. 2005 gab es etwa 50 Mio. Blogs weltweit, 2011 schon 275 Mio. In Deutschland zählt man heute etwa 200.000 aktive Blogs. Sie sind heute keine Nerd-Spinnerei mehr, sondern ernstzunehmende Quellen, aus denen sich abermillionen Menschen täglich ihre News, Trends, Tipps und Produktempfehlungen ziehen.

Bloglovin, eine Multi-Channel-Plattform, die Blogger und Leser verbindet, vergab 2015 im Rahmen der New York Fashion Week zum vierten Mal seine Bloglovin Awards – bei einer glamourösen Preisverleihung, wie man sie bislang nur aus der TV- und Film-Branche kannte. Der Einfluss von Bloggern auf unsere heutige Gesellschaft ist enorm, da die Urheber meistens Privatpersonen sind und die kommerziellen Belange zumindest oberflächlich betrachtet in den Hintergrund treten. Das wirkt überzeugend, der Blogbeitrag ist wie der Tipp eines guten Freundes oder Nachbarn. Nicht selten steckt allerdings mehr dahinter.

Ähnlich wie bei Youtube locken die hohen Reichweiten besonders erfolgreicher Blogs auch Werbungstreibende. Ähnlich wie bei Redaktionen umgarnen mittlerweile viele große Unternehmen die Stars der Blogosphäre mit der scheinbar harmlosen Bitte, ihre Produkte vorzustellen. Oft erhalten Blogger dafür eine entsprechende Entlohnung, können getestete Produkte behalten etc. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen subjektiver Meinungsäußerung, redaktioneller Anmutung und schlichtem Product Placement miteinander. Andererseits wird Bloggern so überhaupt erst ermöglicht, bestimmte Produkte und Leistungen zu testen. Unbedingt angewiesen auf solche Unterstützungen sind z.B. Reiseblogger oder Blogger, die sich mit der Automobilbranche beschäftigen.

Ein eigenes Blog zu starten ist heute so einfach wie nie. Ohne jegliche Vorkenntnisse lässt sich innerhalb weniger Minuten eine ansehnliche Seite einrichten – mittlerweile sogar mit mobilen Devices wie Smartphone oder Tablet. Die wohl bekanntesten Anbieter sind hier u.a. WordPress, Google mit Blogger.com und Tumblr.

Für Unternehmen bieten Blogs einen attraktiven Kommunikationsweg zu ihrer Zielgruppe. Die Kommentarfunktion ist ein direkter Rückkanal, über den sich das Feedback der Leser auswerten lässt. Manche Unternehmen wie IKEA schaffen es so direkt in die Wohnzimmer ihrer Käufer und kreieren auf diese Weise ein unverzichtbares Kundenbindungsinstrument, das auf beiden Seiten einen Mehrwert bringt.

Mockups

© pikcha/shutterstock.com
© pikcha/shutterstock.com

Nein, ein Mockup ist keine Sonderform des Schluckaufs. Und auch in einer Cafébar glänzen Sie nicht, wenn Sie sich ganz smart einen doppelten Mockup mit Extra-Sahne bestellen. Es handelt sich dabei nämlich um einen Dummy, ein Modell mit dessen Hilfe man das Endergebnis noch vor der finalen Umsetzung simulieren kann.

Im grafischen Bereich dienen Mockups der Visualisierung – zum besseren Verständnis der Zusammenhänge, um mögliche Fehler und Probleme schon in der Konzeptphase erkennen und Kunden schon in einer frühen Phase des Projekts einen Eindruck vom späteren Produkt präsentieren zu können. Die Einsatzbereiche sind so vielfältig wie die Möglichkeiten der Ausgestaltung. Im Printbereich kann man mit Mockups das Druckergebnis so fotorealistisch simulieren, als würde man auf die frisch gedruckte Auflage schauen. Das kann ein Bogen Geschäftspapier sein, ein mehrseitiger Folder, ein gerahmtes Poster oder ein Buchcover. Dabei stehen den Gestaltern Unmengen an Vorlagen im Netz zur Verfügung, die kein noch so abwegiges Anwendungsbeispiel auslassen. Viele Websites bieten hier entsprechende Downloads von Photoshop- und InDesign-Mockups an, insbesondere Adobe über sein Creative Cloud-Angebot. In der offenen Datei muss man dann nur noch die entsprechende Ebene austauschen und bei Bedarf anpassen. Schon haben Sie z.B. ein Produktdesign simuliert, ohne dass auch nur ein Tropfen Farbe für einen Andruck oder ein Proof geflossen ist. Gerade nicht-visuelle Kundentypen freuen sich über diesen Service, weil es Unsicherheiten auf dem Weg zum finalen Produkt nimmt und das Ergebnis so besser steuerbar ist. Mockups werden aber auch in vielen anderen Bereichen genutzt, wie z.B. in der Außenwerbung.

Ob Firmenschild oder Riesenbanner – so eine Retusche verschafft nicht nur Grafikern und ihren Kunden einen genaueren Blick aufs Ganze, sondern auch dem Dienstleister, der für die Herstellung bzw. An-/Aufbringung zuständig ist. Mit genauen Visualisierungen lassen sich oft teure Reklamations-Streitigkeiten im Vorfeld vermeiden.

Nicht mehr wegzudenken sind Mockups aus der App-Entwicklung. Hier werden im Anfangsstadium oft grafisch stark vereinfachte Wireframes eingesetzt, also leere Boxen, Blindtexte und grobe grafische Elemente, die als Platzhalter für die späteren Feindaten dienen. Anhand dieser simplen Veranschaulichung lässt sich bereits in der Frühphase der strukturelle Aufbau der App und die Konsistenz in der Bedienung bewerten und entsprechend korrigieren. Mit solchen Prototyping-Tools, die mittlerweile auch direkt im Browser funktionieren, lassen sich so schließlich ausgefeilte Dummys erstellen, bei denen so gut wie kein Unterschied zur finalen App erkennbar ist. Idealerweise geht es erst dann in die aufwendige Programmierung, so dass man eine Fülle an Korrekturen schon im Vorfeld einfließen lassen konnte.

Frisch geschnitten

© haveseen - stock.adobe.com
© haveseen - stock.adobe.com

Wer kennt ihn nicht, den Image-Spot von Meister Mustermann & Sohn: Qualitativ furchtbare Fotos mit Standardübergängen, begleitet von haarsträubender Synthie-Musik. Am Ende eines solchen "Meister"-Werkes sollte man sich immer fragen, welchen Zweck es verfolgt. Wenn Sie Kunden loswerden wollen, dann lassen Sie am besten einfach alles so. Kunden gewinnen oder halten kann man damit jedoch nicht.

Wie vor jeder werblichen Maßnahme sollte man sich erstmal fragen, wer genau die Adressaten sind und was Sie mit dem Spot erreichen möchten. Überlegen Sie sich einen Plot, der den Betrachter schon in den ersten Sekunden neugierig werden lässt. Plattformen wie YouTube zeigen deutlich, wir gut Inhalte funktionieren, die polarisieren, witzig, traurig oder spannend sind.

Statt Firmengebäude plus "Wir sind ein Team mit jahrelanger Erfahrung..." geht es auch unterhaltsam: Lassen Sie doch z.B. einfach einen Hund mit einem Farbeimer im Maul in ein Haus spazieren, danach mit einer Malerrolle und einem Pinsel. Einen Moment lang hört man wildes Gerumpel, bis schließlich der vollgekleckste Hund aus der Tür tapert und vor der Kamera stehen bleibt. Danach der Abbinder: "Braver Hund. Aber wir hätten das besser hinbekommen", begleitet vom Firmenlogo. In der Masse an interessantem sensationellem Content muss man sich Gehör verschaffen. Tiere sind ein gern genommener Hebel, um den Zuschauer emotional gleich von Anfang an einzuwickeln. Gepaart mit einer guten Story steigt die Chance enorm, dass der Spot auch zu Ende geschaut und bestenfalls sogar weiterempfohlen wird. Wenn Sie komplexe Sachverhalte erklären möchten, sollten Sie über den Einsatz von Piktogrammen und Infografiken nachdenken.

Greifen Sie bitte nicht auf Standardphrasen zurück, wie: "Ihr kompetenter Ansprechpartner!" Halten Sie die Informationsmenge klein, kompakt und investieren Sie Ihre Aufmerksamkeit lieber auf dessen Präsentation. Mitunter entscheidend hierfür ist die richtige Stimme. Synchronsprecher aller Couleur bieten über Portale wie XING ihre Dienste an – von wohlklingend unbekannt, bis hin zum Hollywood-Blockbuster-Sprecher. Bei der Vertonung sollten Sie zudem auf lizenz- und GEMA-freies Material achten. Microstock-Agenturen wie iStock bieten hier eine tolle Auswahl aus allen Musikrichtungen.

Nun fehlt nur noch der Dirigent, der all diese Elemente zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenbringt – der Schnitt. Hier ist viel Feingefühl gefragt, u.a. für die richtige Länge der Szenen, für das Zusammenspiel zwischen Bild und Ton und eventuelle Nachbearbeitungsschritte. 

Druck in der dritten Dimension

© marog-pixcells - stock.adobe.com
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Unendliche WeitenReplikator hieß das magische Gerät auf Raumschiff Enterprise. Es konnte Dinge, wie z.B. eine Tasse samt Inhalt aus dem Nichts erschaffen, man musste es nur bestellen. Was wir alle damals für faszinierend, aber eigentlich völlig unmöglich hielten, ist ein kleines Stück näher gerückt.

Dafür verantwortlich ist eine relativ junge Technik mit dem Namen 3D-Druck. Dabei werden aus einem oder mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen dreidimensionale Dinge schichtweise aufgebaut, sozusagen gedruckt. Wer nun annimmt, dies sei der enormen Innovationskraft unserer heutigen Ingenieure zu verdanken, liegt knapp daneben. Denn erfunden wurde das Verfahren bereits 1983 von dem US-Amerikaner Chuck Hull. Er bezeichnete seine 3D-Druck-Technologie damals als Stereolithografie und publizierte 1986 die erste Patentanmeldung. Hulls geniale Erfindung erschloss viele neue Anwendungsbereiche. Heute werden so vor allem Prototypen hergestellt. 3D-Druck spart hier massiv Kosten gegenüber anderen Fertigungsverfahren.

Durch die stetige technische Weiterentwicklung erhalten 3D-Drucker aber auch nach und nach Einzug in unsere Haushalte. In der Basisklasse gibt es für wenige hundert Euro mittlerweile kompakte Geräte in der Größe eines Kaffeevollautomatens, die bereits Erstaunliches leisten. Von WLAN bis zum SD-Kartenslot sind die Features ähnlich umfangreich wie bei regulären 2D-Druckern. Welche neuen Dimensionen die Geräte erschließen, zeigt sich beim eigentlichen Druck. Praktisch aus dem Nichts heraus wachsen faszinierende kleine Teile und Welten in überraschender Stabilität und Detailgenauigkeit. Dabei bieten sich mehr Möglichkeiten für den Heimgebrauch, als man zunächst annehmen mag. Vom fehlenden Zahnrad fürs LEGO-Technik-Modell, bunter Deko bis hin zur Skyline für die Fensterbank ist alles möglich. Den Werkstoff liefern eine oder mehrere Spulen mit unterschiedlichen Materialien. Möglich, zumindest auf hochpreisigen Geräten, sind Kunststoffe, Kunstharze, Keramiken und Metalle. Dadurch wird der 3D-Druck auch für die Kunstszene zunehmend interessant. Skulpturen z.B. lassen sich so viel schneller und präziser erstellen, als bisher per Hand. Auch für die Werbebranche gewinnt der 3D-Druck an Bedeutung. Es ist anzunehmen, dass die Weiterentwicklung der Druckverfahren schon in naher Zukunft eine deutlich günstigere und schnellere Produktion erlaubt. So könnte 3D-Druck bald auch für die Erstellung von ganz individuellen Streuartikeln interessant werden, die perfekt auf den jeweiligen Absender abgestimmt sind. Lassen wir uns überraschen ... 

Eine Sache des Typs

Ein pastellfarbenes Motiv, in dem eine Mutter ihr Kind liebevoll in die Arme schließt und daneben der Satz: "Ich bin stolz auf dich!" in der Typo Halloween Splatter Saw Condensed? Oder wie wäre es mit einer düsteren Thriller-Szene plus "Das war dein letzter Atemzug!" in Happy Clown Feet Bold?

Wer annimmt, dass das Aussehen von Textelementen in einem Layout Nebensache ist, sollte lieber bei seinen Wingdings bleiben. Typographie ist nicht nur bestimmend für den inhaltlichen Kontext eines Werbemittels, sondern auch für den gestalterischen Gesamteindruck. Viele preisgekrönte Motive haben es allein durch ihre typographische Gestaltung auf das Siegertreppchen geschafft.

Typographie ist eigentlich ein sehr weit gefasster Begriff, zu dem auch die Gestaltung eines Layouts und der Entwurf von Satzschriften gehört. Im eigentlichen Sprachgebrauch bezieht er sich allerdings auf die Schrift und alle damit zusammenhängenden Gestaltungsaufgaben. Dazu gehören z.B. Satzspiegel, Zeilenbreite, -abstand (Durchschuss) und -anzahl, das Vermeiden von unpassenden Worttrennungen und Absätzen, die Gliederung der Seite und des Textes, das richtige Mengenverhältnis der Schrift zu Bildern und Tabellen, die Schriftgröße, die Schriftauszeichnungen u.v.a.m. Was die korrekte tyographische Bearbeitung eines Textes ausmacht, erkennt man leicht im Vergleich zu einem nicht optimierten Text – er wirkt deutlich ruhiger auf den Betrachter und fügt sich harmonisch ins Gesamtlayout ein. Die richtige Auswahl der Schriftart ist dabei ein zentrales Element und braucht viel Feingefühl. Professionelle Gestalter greifen deshalb in der Regel nur selten auf kostenlose Freefonts zurück, sondern beziehen sie über spezielle Fontshops, wie z.B. Linotype. Schon mit kleinem Budget lässt sich hier ein Set zusammenstellen, mit dem man für die meisten Gestaltungsaufgaben gerüstet ist. Sehr hochwertige Schriften haben allerdings ihren Preis. Die derzeit wohl teuerste Schriftart heißt Lexicon und stammt vom niederländischen Designer Bram de Does / The Enschedé Font Foundry (TEFF). Seine Schriftfamilie ruft ganze 3.592 Euro auf den Plan.

Ausgeflasht

In Punkto Webdesign bzw. Ästhetik im Netz waren die 90er ein düsteres Kapitel. Klar war das Internet noch irgendwie neu und toll, aber das Userherz schrie schon damals nach etwas mehr Action und spielerischen Elementen. Das animierte CompuServe GIF, das heute seine Renaissance in den sozialen Netzwerken erlebt, war damals eine Möglichkeit, aus all den tristen Frames und Tabellen auszubrechen. Und so wurde es auch zelebriert: Alles blinkte und drehte sich, bis uns auch das eher zuwider wurde. Aus diesem grauen Nichts des Weballtags heraus lieferte das damals noch junge Unternehmen Macromedia 1997 plötzlich die Antwort: Flash. Mit Hilfe der neuartigen Software ließen sich in windeseile anspruchsvolle Animationen zaubern und über eine einfache Programmierschnittstelle mit Code versehen. Mit Hilfe des kostenlosen Flash Player-Plugins konnten diese dann in immer mehr Webbrowsern dargestellt werden, was für eine schnelle Verbreitung sorgte.

In kürzester Zeit wuchs die Flash-Gemeinde rasant an und kreierte Websites, Games, Tools und Werbemittel. Die Anwendungsbereiche waren so vielfältig, dass die Software mit der Zeit auch eingefleischte Programmierer begeisterte. So trat Flash mit den Jahren einen unvergleichlichen Siegeszug an. Jedoch wuchsen auch zwei Kinderkrankheiten aus der Anfangszeit mit und wurden zu echten Problemen: Der riesige Performance-Hunger und die Sicherheit der Software. Flash stieß deshalb besonders in IT-Abteilungen von Unternehmen zunehmend auf Ablehnung. Die Hardwareanforderungen zwangen manchen Bürorechner in die Knie und wöchentlich mussten neue Updates installiert werden, denn das Flash-Plugin war auch ein hervorragendes Schlupfloch für Schadsoftware.

Im Oktober 2014 legte das World Wide Web Consortium (W3C) die fertige HTML5-Spezifikation vor. HTML5 bietet neue Funktionen wie Video, Audio, lokalen Speicher und dynamische 2D- und 3D-Grafiken, die von HTML4 nicht direkt unterstützt wurden und nur mit zusätzlichen Plugins wie Flash umsetzbar waren. Von vielen prophezeit, wurde Adobe Flash damit nun endgültig reif für den Ruhestand. Adobe benannte das Programm deshalb Ende 2015 in "Animate CC" um. Zwar unterstützt die Software auch weiterhin das Flash-Dateiformat SWF, wurde aber nun um etliche neue Funktionen erweitert und bietet eine Reihe neuer Ausgabeformate. Schön wars mit dir, Flash!

VR – Das nächste große Ding

© Julia Tim/shutterstock.com
© Julia Tim/shutterstock.com

Wikipedia erklärt Virtuelle Realität, kurz VR, als "...Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung..." Spätestens seit dem Holodeck aus Star Trek ist das der Techie-Traum schlechthin. Die Wissenschaftler Ivan Sutherland und Raymond Goertz experimentierten bereits 1966 mit dem ersten Prototypen eines Head-Mounted Dispays (HMD). In der Folge nahmen sich NASA und militärische Einrichtungen des Themas an. Erst in den 90ern standen erste Helme auch für Endverbraucher im Regal – zwar zu erschwinglichen Preisen, jedoch technisch wenig überzeugend. Einige Spielehersteller unterstützten die Hardware, die HMDs versauerten dennoch in den Lagern. Schuld daran war vor allem die schlechte Displayauflösung und die hohen Hardwareanforderungen. Beides sind jedoch zwingende Voraussetzung dafür, um ein wirklich überzeugendes VR-Erlebnis zu erzielen. Viele Jahre vergingen, in denen das Thema VR immer wieder an verschiedenen Stellen aufflammte und uns vage Vorahnungen davon gab, was uns bevorstehen könnte. Aber erst 2012 kam das Startup OculusVR mit einem ausgereiften Prototypen ihres Oculus Rift HMD um die Ecke und faszinierte die Technikwelt. 

Verschiedene Branchengrößen aus der Technik- und Gamer-Szene wie John Carmack von ID-Software wussten um das riesige Potential und investierten viel Zeit und Geld in das Projekt. Die Brille erfasste dank ihrer neuartigen Trackingfunktion auch komplexe Bewegungen genau und bescherte Testern eine nahezu verzögerungsfreie hochauflösende Darstellung. 2014 schnappte sich Facebook schließlich das Sahnestück und kaufte die kleine Firma für rund 2 Millliarden US-Dollar, um die Oculus Rift weiterzuentwickeln und sie vermutlich später auch für seine sozialen Netzwerke zu nutzen. 

2016 ist es nun endlich soweit, wir schreiben das ganz große Jahr der Virtual Reality. Denn nicht nur die Rift steht für stolze 750 Euro zum Verkauf, auch andere Player wie SONY, Microsoft oder die Valve Corporation haben ihre Spielzeuge angekündigt. Interessant wird aber vor allem, welches Zubehör das virtuelle Erlebnis zusätzlich versüßen wird. Denn das große Ziel der VR-Gemeinde ist die absolute Immersion, genauer: Dem Anwender den Eindruck zu vermitteln, die dargestellte virtuelle Welt wäre tatsächlich echt. Sehr spannende Konzepte werden momentan von Freizeitparks und kleineren Anlagen wie Laser-Arenen etc. verfolgt. Fortan wird es viele Achterbahnfahrten, Laser-Battles, etc. auch optional mit VR-Brille geben, die dem realen Erlebnis dann einen komplett neuen Anstrich verpasst. Statt sich eine Wildwasserbahn hinunterzustürzen, befindet man sich plötzlich mitten auf einem reissenden Lavafluss und statt einer Paintball-Waffe hält man dann eine vermeintlich echte in der Hand. Auch kleine innovative Freelancer-Teams wie die VR-Nerds aus Hamburg setzen sich bereits intensiv mit den technischen Grenzen der neuen virtuellen Welt auseinander. Im Auftrag einiger Großunternehmen haben sie bereits spannende Projekte umgesetzt. 

Fakt ist, dass es sich bei VR um eine neue Art von Medium handelt, das nicht nur für Gamer, Ingenieure und Architekten interessant ist, sondern für uns alle und damit natürlich auch für die Werbeindustrie. Was derart echt wirkende Realitätsverdrehungen zukünftig für uns bedeuten und wie sich VR langfristig in unseren Alltag integrieren lässt, werden wir allerdings noch herausfinden müssen.

Der Schlitten steht bereit ...

Die Kufen gewachst, die Zügel gespannt, die letzten Mails in Ordner verbannt, warten wir auf das Jahresende und schmücken dabei die Bürostellwände. Ob es anders wird als dieses? Wirds wohl ein Schönes oder Fieses? Am Neujahrstag wirds letztlich klar, statt weißem Schnee gibts Regen zwar, doch eigentlich ists doch ganz schön, am Jahresanfang nun zu stehen. Lassen wir uns mal überraschen und mit letzten Karussellchips in unseren Taschen in die nächste Runde starten, wo neue Dinge auf uns warten. In diesem Sinne Ihnen und euch ein schönes Fest und Freude für den Jahresrest! Herzliche Grüße aus Lübeck.

Farbe(n) des Jahres 2016

Rose Quartz und Serenity – zum ersten Mal wurde eine Mischung von zwei Farbtönen zur Pantone Color of the Year gewählt. Unsere Welt ist turbulent geworden, viele sehnen sich nach Ruhe und Ausgleich. Als Gegenmittel gegen die modernen Belastungen hat das US-Unternehmen mit Sitz in New Jersey deshalb einladende Farben ausgewählt, die psychologisch unsere Sehnsucht nach Beruhigung und Sicherheit erfüllen. Serenity und Rose Quartz zeigen zusammen eine Ausgewogenheit zwischen einem wärmeren umfassenden Rosé-Farbton und dem kühleren ruhigen Blau. Laut Pantone spiegeln sie sowohl Beziehung und Wohlbefinden, als auch ein beruhigendes Gefühl von Ordnung und Frieden wider.

App Prototyping

Es ist ein langer Weg, bevor eine App im Appstore verfügbar und im besten Falle auch erfolgreich ist. Viele geniale App-Ideen kommen nicht über die Konzeptionsphase hinaus, weil es am notwendigen Know-how oder Budget für die Programmierung mangelt. Oft scheitert die Umsetzung auch an Missverständnissen zwischen Design und Programmierung oder endlosen Korrekturschleifen beim Auftraggeber.

Eine praktikable Lösung schon in der Entwurfsphase sind Prototyping-Tools. Sie bieten die Möglichkeit, erste Scribbles oder auch fortgeschrittenere Entwürfe in einen interaktiven Kontext zu setzen, so dass man ein gutes Gefühl für die spätere Umsetzung bekommt. Das hilft insbesondere Autraggebern, einen Gesamteindruck von der App zu gewinnen und eventuelle Schwachstellen zu lokalisieren.

Anbieter solcher Prototyping-Tools gibt es mittlerweile viele, z.B. das britische Unternehmen Marvel. Sehr vielversprechend ist auch das neuseeländische Startup Atomic, das mit seiner gleichnamigen Lösung ein komplexes Tool mit vielen Einstellungsmöglichkeiten bietet. Die Auswahl ist groß, die Kosten ähnlich. Meist handelt es sich um Bezahlmodelle mit verschiedenen Paketvarianten und monatlicher Zahlweise.

Entscheidende Unterschiede liegen im Funktionsumfang und bei der Performance. Besonders Letzteres ist zu Zeiten von schnellen Devices wichtig. Ein App-Entwurf ist nicht bewertbar, wenn er beim Testen herumstolpert.

Alle großen Anbieter haben gemeinsam, dass ihre Lösungen komplett im Browser ablaufen, also keine lokale Software benötigt wird. Das hat den Vorteil, dass die Tools stetig weiterentwickelt werden können, ohne dass der User ein entsprechendes Update installieren muss. Erste Apps ermöglichen sogar bereits die Erstellung einfacher Prototypen direkt auf dem Smartphone.

Werbefaktor Anzeigen

Anzeigen sind das Urgestein der Werbeformen und genau das wird ihnen oft zum Verhängnis. Der Staub längst vergangener Zeiten haftet an ihnen – völlig zu unrecht, wie Studien immer wieder beweisen, denn Anzeigen können vieles, bei dem Onlinewerbeformen versagen. Komplexe Produkte und Leistungen werden gezielt erklärt und vertieft. Wer eine Zeitschrift oder Zeitung in den Händen hält, bringt in der Regel mehr Zeit und Ruhe mit, als ein User vor dem Rechner oder einem mobilen Device.

Laut VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger) empfinden nur neun Prozent der Leser Werbung in Zeitschriften als störend, beim Fernsehen sind es dagegen 34 Prozent und bei Werbung im Internet 25 Prozent. In keinem anderen Medium stört Werbung somit weniger als in Zeitschriften – beste Voraussetzungen für den Aufbau und Erhalt von Vertrauen und Sympathie. Durchschnittlich 39 Prozent der Betrachter einer Anzeige mit Produktinteresse besuchen die entsprechende Seite des Herstellers oder des Produkts im Internet.

Onlinewerbemittel ziehen durch Animation und Interaktion Aufmerksamkeit. Jedoch sind sie digital und damit flüchtig. Wenn die vereinbarte Leistung erbracht und die Werbemittel oft genug ausgeliefert/geklickt wurden, ist es nicht mehr möglich, ein bestimmtes Banner gezielt aufzufinden. Anzeigen dagegen bleiben an Ort und Stelle und schaffen durch ihre Haptik einen bleibenden Eindruck. AdSpecials können diesen Impact noch verstärken, in dem sie die Anzeige über Duftlacke, Samplings u.v.m. sensorisch erweitern.

Für die Gestaltung einer Anzeige sind einige Fragestellungen in Bezug auf den Werbeträger wichtig: Um welchen Titel handelt es sich, welches Format hat er, auf welchem Papier wird gedruckt, wo wird die Anzeige platziert, etc. Diese Informationen können dann gezielt in die Gestaltung einfließen. Je mehr die Botschaft auf den Punkt vermittelt wird und sich die Anzeige galant ins Heft einfügt, desto höher ist die Werbewirkung.

Unterwegs mit Stil

Streifen? Karo? Oder schlicht und elegant? Fahrzeugbeschriftungen können sehr vielfältig sein. Die Möglichkeiten sind enorm und richten sich nach verschiedenen Kriterien. Heutige Folien bieten eine Fülle an Gestaltungsvarianten, sind leicht zu verarbeiten und wetterbeständig. Immer öfter trifft man auf fotorealistische Drucke mit langer Haltbarkeit dank UV-Licht-beständigen Farben und Materialien. Nicht ganz einfach also die Entscheidung, wie man sein Auto aufmerksamkeitsstark und wirkungsvoll beklebt, ohne das Fahrzeug zu entstellen.

Täglich stehen wir an Ampeln hinter Negativbeispielen, bei denen auch der letzte Zentimenter noch ausgenutzt wurde. Verpixelte ungeeignete Grafiken gesellen sich zu furchtbaren Logos und abgegriffenen Sprüchen. Noch schlimmer kommt es, wenn die eigentliche Botschaft gar nicht vermittelt wird, die Schrift zu klein geraten ist oder sich sogar Fehler eingeschlichen haben. Solche Peinlichkeiten lassen sich bei der Planung und Gestaltung im Vorfeld umgehen. Zeichnen Sie sich in einer groben Skizze die zu beklebenden Flächen auf und überlegen Sie, wo die gewünschten Elemente am sinnvollsten platziert werden sollten. Werbung auf dem Heck sollte unbedingt in Sichtweite Ihres Hintermannes sein, wenn er an der Ampel hinter Ihnen steht. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Informationen, damit sie für den Betrachter schnell erfassbar sind. Idealerweise erhalten Sie vom Beschrifter vorab eine Retusche anhand eines Fotos Ihres Fahrzeuges.

Durch Bezug auf die Fahrsituation erlangen Sie eine höhere Aufmerksamkeit ("Abgefahrene Preise" etc.) Selten, aber umso verblüffender sind optische Täuschungen. Mit Hilfe von 3D-Grafiken sind perspektivisch interessante Darstellungen möglich, die garantiert die Blicke auf sich ziehen. Wie wäre es z.B. mit einem LKW, der an der Seite anscheinend wie eine Konserve geöffnet wurde? Oder mit einer Heckansicht, die glauben lässt, dass im Kofferraum eine Küche eingerichtet ist, in der eine ganze Familie sitzt, die gerade Ihr Produkt genießt? Für welche Variante man sich entscheidet, ist vom jeweiligen Produkt, dem Budget und nicht zuletzt dem Fahrzeugtyp abhängig. Mit einer witzigen Idee haben Sie aber in jedem Fall die Blicke aller anderen Verkehrsteilnehmer im Gepäck.

Sonderfarben

Die Welt ist bunt. Mit größter Mühe versuchen wir, sie mit unseren technischen Möglichkeiten einzufangen. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut. Dank der fortschreitenden Weiterentwicklung von Kameras, Displays und Druckmaschinen werden die Ergebnisse jedoch sichtbar besser. Allerdings ist der Farbraum je nach Ausgabemedium noch begrenzt. Gerade im Vierfarbdruck können wir nur ca. ein Drittel der Farben darstellen, die unser Auge wahrnimmt. Das resultiert aus der Tatsache, dass hier die dargestellten Farbtöne durch den Zusammendruck der vier Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz nur simuliert werden. Wer aber außerhalb dieses Farbspektrums glänzen möchte, muss auf andere Möglichkeiten zurückgreifen. Hier kommen Sonderfarben ins Spiel, die den Farbumfang um Ihre Wunschtöne erweitern. Zur Auswahl stehen verschiedene Farbsysteme, die meisten Druckereien beschränken sich hier jedoch auf die bekanntesten – HKS und Pantone.

HKS ist die Abkürzung für die Druck- bzw. Künstler-Farbenhersteller Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co. Der HKS-Farbfächer beinhaltet 88 sogenannte Basisfarben und insgesamt 3.520 Volltonfarben für Kunstdruck- und Naturpapiere. Das Pantone Matching System wurde 1963 von der Pantone LLC entwickelt, einem amerikanischen Unternehmen mit Sitz in Carlstadt, New Jersey. Es umfasst 1.755 Sonderfarben, die größtenteils nicht im Vierfarbdruck simuliert werden können. Dieser Umstand kann Druckprodukte mit Sonderfarben deutlich von regulären Vierfarb-Drucken abheben und Ihnen in der Flyer-Auslage einen sichtbaren Wettbewerbsvorteil verschaffen. Außerdem garantieren Ihnen Sonderfarben ein hohes Maß an Farbsicherheit, was insbesondere im Sinne des Corporate Designs sinnvoll ist. Simulierte CMYK-Farbtöne können dagegen je nach Maschine, Druckverfahren und Bedruckstoff differieren.

Bei Sonderfarben geht es nicht zwangsläufig um einen möglichst flächendeckenden Einsatz, sondern um eine gekonnte grafische Platzierung. Hier lassen sich gerade beim subtilen Einsatz in Grafiken oder Logos tolle Effekte erzielen, die garantiert auffallen.

DaWanda

Die Zeiten für Ladeninhaber sind so hart wie nie zuvor. Onlineshops bietet heute attraktive Einkaufswelten und Services. Sofa und Tablet statt Shoppingmeile – die schlagenden Argumente des stationären Handels wie Beratungsleistung und Haptik verblassen langsam vor den Möglichkeiten des Webs. Eine gute Idee also, wenn man als erste oder zusätzliche Vertriebsschiene etablierte Plattformen wählt, die bereits eine Fülle an potentiellen Käufern bieten. Eine davon ist DaWanda. Das deutsche Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Berlin. 2006 hatten die heutigen Geschäftsführer Claudia Helming und Michael Pütz den genialen Einfall, eine Plattform zu schaffen, auf der Menschen mit unterschiedlichen handwerklichen Fertigkeiten ihre Produkte anbieten können. Heute beherbergt DaWanda rund 300.000 Hersteller mit etwa 4 Millionen Produkten und ist bei seinen Kunden so beliebt wie nie zuvor.

Wer die ausgefeilte Infrastruktur der Erfolgsseite für sich nutzen möchte, steht einer Fülle an Möglichkeiten gegenüber. Wie man es richtig macht, zeigt unsere Kundin Inka Pauls von allesausliebe.de. In einem Interview mit dem Frauen-Blog Mompower.de erzählt die zweifache Mutter, wie aus Ihrer Heimarbeit ein Unternehmen mit mehreren Angestellten wurde. Ihre Anfänge nahm allesausliebe.de bei DaWanda, wo sich schnell eine eingeschworene Community um ihre Marke bildete. Auf DaWanda war es Inka möglich, über Bannerschaltungen und Specials zielgerichtet auf Ihr Angebot aufmerksam zu machen. Als die Absatzzahlen zunehmend besser wurden, wagte sie schließlich den Schritt zum eigenen Onlineshop. Wir freuen uns, dass wir sie bei der Realisierung des Shops und bei der Umsetzung diverser Werbemittel unterstützen duften.

3D-Visualisierung

3D-Illustrationen und -Animationen sind heute Standard. Von den Frühstücksflocken auf der Produktverpackung über Cartoons bis hin zum TV-Spot wird vieles gerendert. Vorbei die Zeiten, in denen Regisseure in ihrer Budgetkalkulation aufwendige Modellbauten und gigantische Requisiten berücksichtigen mussten. Besonders in der Filmindustrie spart aktuelle CGI-Technik Massen an Zeit und Geld bei der Produktion von Special-FX und Trickfilmen. Einer der riesigen Vorteile gegenüber der händischen Zeichnung sind die bereits vorhandenen Objekt-Bibliotheken. Bei der Erstellung eines neuen Films oder einer Visualisierung muss nicht bei Null begonnen werden. Stattdessen greifen Artists auch auf einen gigantischen Pool an Modellen und Bewegungssequenzen zurück, die lediglich angepasst und gerendert werden müssen. Auch bei Architekturprojekten hat die dreidimensionale Darstellung enorme Vorteile. Hier kann ein Modell aus jedweder vom Kunden gewünschten Perspektive betrachtet werden. In Bedienungsanleitungen, Schulbüchern etc. sorgen computergenerierte Illustrationen für exaktere Abbildungen und somit für ein besseres Verständnis der Materie. Zum Leidwesen klassischer Illustratoren freuen sich 3D-Grafiker deshalb über zunehmend vollere Auftragsbücher. Nachschub ist durch die nächste Evolutionsstufe Virtual Reality garantiert. Sie bringt die 3D-Erfahrung auf eine völlig neue Ebene und lässt sie über VR-Brillen und andere Gadgets haptisch erlebbar werden, so dass wir direkt in digitale Welten einsteigen können. Auch 3D-Drucker begeistern derzeit mit immer effizienteren Produktionsverfahren bei sinkenden Preisen.

3D-Grafiken und -Animationen können auch für Ihre Kommunikation sinnvoll sein, z.B. wenn Sie ein erklärungsbedürftiges Produkt anbieten oder einen Prozess exakt veranschaulichen wollen. Anders als bei zweidimensionalen Darstellungen ist der Arbeitsaufwand insbesondere bei Nachkorrekturen der Perspektive z.T. deutlich geringer. Hier muss das jeweilige Objekt lediglich entsprechend ausgerichtet und neu gerendert werden. Budgetseitig liegen die Kosten für eine 3D-Visualisierung je nach Aufgabe oft unter denen einer klassischen Illustration, so dass sich der Einsatz lohnt. Sprechen Sie uns gern an und wir erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot.

Emoticons für alle

Kommunikation verändert sich fortlaufend, das wussten schon unsere Vorfahren und der Erfinder des Smileys, Harvey Ball. Der Werbegrafiker zeichnete 1963 zwei Punkte und einen gebogenen Strich in einen gelben Kreis. Der Entwurf war für die Anstecknadel einer Versicherungsgesellschaft und wurde mit 45 Dollar entlohnt. Das Zeichen wurde damals rechtlich nicht gesichert. Erst 1996 meldete der Journalist Franklin Loufrani in Frankreich ein Geschmacksmuster an – mit ovalen Augen und leicht veränderten Proportionen. Inzwischen ist Loufrani mehrfacher Millionär und hält Nutzungsrechte in über 80 Ländern. Der eigentliche Erfinder Harvey Ball verstarb am 12. April 2001.

Balls Smiley war die Grundlage für einen Gutteil unserer heutigen Chat-Kommunikation und er hat Gesellschaft bekommen: Mit dem Ausbau der technischen Möglichkeiten ließen sich plötzlich umfangreiche Icon-Bibliotheken einbinden. So gibt es mittlerweile für jede nur erdenkliche Gefühlslage ein Piktogramm. Weitere lassen sich je nach Gerät und Betriebssystem schnell nachinstallieren. Also weg von der Sprache und hin zur Höhlenmalerei?

Im Gegenteil – die kleinen Bildchen verlängern die Möglichkeiten unseres sprachlichen Ausdrucks um die Vielfalt der Symbolik. Ein lächelnder Smiley hinter unserem Text kann sicherstellen, dass Ausdrucksformen wie Ironie auch als solche verstanden werden. Werblich interessant wird es, wenn man die Piktogramm-Idee z.B. für Produktbilder aufgreift. So geschehen bei IKEA: Der schwedische Einrichtungsriese stellt seit kurzem ein kostenloses Iconset für iOS- und Android-Geräte zur Verfügung. Mit dabei sind einige der großen Verkaufserfolge wie das Ektorp-Sofa. Leider ist jede Idee nur so gut wie ihre technische Umsetzung. Nur 1,5 Sterne erntete die App in der  iOS-Bewertungsskala, laut Usermeinung hauptsächlich aufgrund der umständlichen Grafik-Einbindung sowie IKEAs Neugierde (die App verlangt offenbar den Zugriff auf alle mit den Emoticons versehenen Textnachrichten).

Dennoch können Icons besonders in der werblichen Kommunikation viele Sachverhalte deutlich vereinfachen und attraktiver transportieren, sofern sie maß- und sinnvoll eingesetzt werden.

Photoshop wird 25

Am 19.02.1990 erschien eine Diskette mit einem Programm, das die Möglichkeiten der Bildretusche kolossal veränderte. Photoshoppen steht heute als Synonym für die Erzeugung von Bildillusionen. Erfinder Thomas Knoll begann im 1987 mit der Entwicklung des Programms. Später bekam er Unterstützung von seinem Bruder John. Nach einigen erfolglosen Versuchen der Vermarktung, entdeckte Adobe-Urgestein und Art Director Russel Brown das Potenzial und schloss 1988 mit den Knoll-Brüdern einen Vertrag – zwei Jahre später wurde Photoshop 1.0 ausgeliefert. Ein Video auf YouTube zeigt, wie die Knoll-Brüder ihr Produkt 1990 in einer TV-Sendung präsentierten.

Seither sind 14 Versionen erschienen. Anfangs gab es das Programm nur für den Mac, ab Version 2.5 dann auch für Windows. Mit Photoshop 3 kam der Meilenstein: Dank Ebenen-Unterstützung mussten Nutzer nun keine Bildvarianten mehr als einzelne Dateien speichern, sondern konnten komplexe Designs erstellen. Im Jahr 2007 war Photoshop laut Online-Enzyklopädie die am vierthäufigsten schwarz kopierte Software. Laut Wikipedia setzten 10 Millionen Nutzer das Programm ein, nur 42 Prozent davon besaßen eine legale Kopie. Ein Grund, warum Adobe mit Version 8 bzw. CS das Zeitalter der Online-Aktivierung einläutete. John Knoll arbeitet heute als CGI-Spezialist bei Industrial Light and Magic und war dort an der Umsetzung zahlreicher Filme wie Star Wars, Star Trek und Mission: Impossible beteiligt. 

Cinemagraphen

Es gibt sie tatsächlich noch, die neuen Werbeformen. Die New Yorker Fotografin Jamie Beck und der Grafiker Kevin Burg kreierten wunderschöne animierte GIFs und gaben ihnen den Namen Cinemagraphen. Es handelt sich dabei um eine Symbiose aus Foto und Video mit einer fast hypnotischen Wirkung auf den Betrachter. Während es sich beim Großteil des Motivs um eine statische Grafik handelt, bewegt sich ein kleiner Teil in einer Dauerschleife. Diese Loops spielen gekonnt mit den Sehgewohnheiten des Betrachters und schaffen eine surreale Welt mit garantiert hoher Kontaktdauer. Technisch sind Cinemagraphen derzeit nur mit vergleichsweise hohem Aufwand umzusetzen, sofern man ein professionelles Ergebnis erzielen möchte. Retusche und Videoediting nehmen viel Zeit in Anspruch, um die perfekte optische Illusion zu erreichen.

Aktuell experimentiert allerdings der Kreativsoftware-Marktführer Adobe gerade mit einer neu entwickelten Methode, die den Entstehungsprozess der Clips vereinfachen soll. Dabei werden schlicht die Teile eines Videos markiert, die statisch bleiben sollen. Stellt sich noch die Frage, in welche Software das Tool schließlich integriert wird oder ob aus dem Effekt gar ein ganz neues Adobe-Produkt wird. Manche spekulieren, dass das Cinemagraphen-Feature in Photoshop, Lightroom oder Premiere Einzug erhalten könnte.

Die innovative Werbeform ist bereits extrem gefragt – Beck und Burg haben schon mehrere Projekte für Kampagnen namhafter Unternehmen umgesetzt. Derzeit prüft sogar der Social Network Riese Facebook, wie er die neue Werbeform am geschicktesten in sein Portfolio integrieren kann. Wir dürfen gespannt sein, wo uns die ungewöhnlichen Motive in Zukunft begegnen werden. Sollten Sie einmal irgendwo gebannt ein Display anstarren und Sie wissen eigentlich gar nicht genau warum, könnte es sich um einen Cinemagraphen handeln.

#Hashtags

Wussten Sie, dass #liebe mit rund 665 Mio. Ergebnissen das derzeit meistgenutzte Hashtag auf Twitter ist?

Hashtags, engl. hash für #Doppelkreuz und tag für Markierung, haben sich mittlerweile in den wichtigsten und größten sozialen Netzwerken etabliert. Facebook, Pinterest und Mikroblogging-Dienste wie Twitter nutzen sie, um die Suche nach so verschlagworteten Begriffen zu erleichtern. Auch Bilder werden bei Diensten wie Instagram und Pinterest mittlerweile mit Hashtags versehen. Zudem werden einmal eingeführte Hashtags beim Antworten auf einen Beitrag wieder aufgegriffen, was bei steigender Bekanntheit dafür sorgt, dass sich das betreffende Hashtag zunehmend etabliert. So erhöht sich z.B. die Chance auf einen Re-Tweet, wenn innerhalb eines Tweets ein populäres Hashtag verwendet wird.

Über spezielle Suchmaschinen wie Tagboard.com lassen sich heute bestimmte Begriffe gezielt finden und alle aktuellen Beiträge dazu aus sämtlichen großen Networks anzeigen. Das Business-Netzwerk LinkedIn führte Hashtags im Februar 2013 ein. Hier ist eine Suche nach einem bestimmten Hashtag sogar in Abhängigkeit von Gruppe, Alter, Ort oder Kontaktpfad möglich.

 Seinen Ursprung hatte das Hashtag bereits 1988, als es im Chatsystem IRC verwendet wurde, um neue Chaträume zu erstellen. 2007 schlug der Rechtsanwalt und Internet-Aktivist Chris Messina auf Twitter vor, das Doppelkreuz für die Nutzung von Gruppen einzuführen. Bei den verheerenden Waldbränden von Kalifornien im selben Jahr, tauschten sich Helfer und Betroffene bereits über das Hashtag #sandiegofire aus. Jedoch erst mit steigendem Bekanntheitsgrad dieser Methode, übernahm Twitter 2009 den Vorschlag – weitere folgten dem Vorbild.

Der Nutzen für das Online Marketing liegt auf der Hand: Unternehmen nutzen die Popularität von Hashtags mittlerweile auch als Marketinginstrument, um geeignete Kampagnen zu streuen und zu promoten. Der enorme Vorteil liegt in der einfachen Auswertung aller Beiträge zu einem Thema. Auch Trends lassen sich anhand der vergebenen Hashtags ermitteln sowie von Marketern selbst initiieren. Der Weg des kleinen Doppelkreuzes ist in jedem Falle erstaunlich und zeigt uns abermals, wie eine kleine Idee unsere globale Kommunikation vereinfachen kann.

Neues Jahr – und jetzt?

Alle Jahre wieder die gleichen Fragen: Was kann ich für das nächste Geschäftsjahr optimieren? Welche Maßnahmen verbessern meine internen Prozesse, den Umsatz und/oder meine Außenwirkung? Die Entscheidung darüber, ob nur kleine Anpassungen oder großes Umdenken gefordert sind, hängt von Ihren persönlichen Zielen ab. Nicht immer ist Handeln zwingend notwendig. Auch wenn Sie und Ihre Kunden mit Ihrem Unternehmen/Ladengeschäft etc. zufrieden sind, lohnt es sich allerdings oft, seinen Workflow und die Außendarstellung zu hinterfragen. Ist die Zielgruppe wirklich exakt definiert? Welche zusätzlichen Potenziale lassen sich eventuell über andere Kanäle ansprechen und welche zusätzlichen Umsätze somit generieren?

Insbesondere bei den Kommunikationsmaßnahmen verbergen sich oft ungeahnte Reserven, meist fernab etablierter Verbreitungswege wie Flyer und Anzeigen. Ob Google AdWords, Facebook, Pinterest, Instagram etc. sinnvolle Alternativen sind, ist massiv von ihrer strategischen Ausrichtung, Branche, Produkt/Dienstleistung und vielen weiteren Faktoren abhängig.

Lassen Sie sich professionell beraten, ob und wie eine Optimierung z.B. Ihrer werblichen Aktivitäten in Frage kommen könnte und wie sich diese mit Ihren Budgetvorstellungen realisieren ließe. Wir helfen Ihnen gern bei Ihrem erfolgreichen Start ins Neue Jahr. In diesem Sinne: Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2015!

Share Buttons

Teilen ist im Web heute einfacher denn je, mit jedem und überall. Dafür gibt es entsprechende Buttons, die sich leicht dank mitgeliefertem Code in die eigene Website integrieren lassen. Was auf den ersten Blick einfach nur praktisch ist und Bloggern, Marketern und Fridas Nähstube beim Reichweitenaufbau hilft, lässt manchen Datenschützer erschaudern.

Ein Klick auf den Share-Button sorgt nämlich nicht nur für die gezielte Verbreitung von Content, sondern auch für den Transfer wichtiger Nutzerdaten an Facebook und Co. Social Media Plattformen tracken so en masse User auf ihrem Weg durch Netz. Die daraus generierten Daten werden gezielt für Targetinginstrumente eingesetzt. Werbung kann so punktgenau und individuell ausgeliefert werden – ein Puzzlestück auf dem Weg zum gläsernen Konsumenten.

Das Landgericht Frankfurt hat diese Grauzone nun am 17.07.2014 in einem Urteil beleuchtet und zumindest Klarheit in Bezug auf die geteilten Inhalte gebracht: Wer einen Share-Button zum Teilen eines Links anbietet, räumt Mitgliedern des Netzwerks damit begrenzte Nutzungsrechte an den Inhalten auf der Ursprungsseite ein. Jedoch werden damit grundsätzlich keine Nutzungsrechte weitergeben, die über bloße Snippets und Vorschaubilder hinausgehen. Tipp: Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass Ihnen sämtliche Rechte an dem Bild- und Textmaterial zustehen, das Sie zum Teilen anbieten. So können Sie lästigen Abmahnungen vorbeugen.

Eine Sache des Formats

Hoch oder quer? Bei vielen hört genau hier die Vorstellungskraft auf. Briefe, Mailings, Flyer, Plakate – natürlich haben Standardformate ihre Daseinsberechtigung, jedoch stechen Sie dazwischen mit Ihrem Werbemittel kaum noch heraus. Der zunehmende Werbedruck macht neue Ideen noch wichtiger. Bieten Sie den müden Augen Ihrer Zielgruppe Abwechslung und weichen Sie auf andere Formate aus. Dabei führt die Vielfalt an Möglichkeiten bei Druck und Weiterverarbeitung zu einer Fülle an interessanten Ansätzen. Konturstanzungen können Ihre Message auf witzige und interessante Art transportieren. Das können Wolkenformen für einen Anbieter von Cloud-Diensten sein, ein Blitz für eine Versicherungsagentur, ein Zwerg für eine Spielzeugkette etc.

Zusammen mit einer ansprechenden und zielgruppengerechten Gestaltung erreichen Sie so z.T. eine messbar höhere Kontaktdauer mit dem Werbemittel. Und wer die Investition in eine Stanzform scheut: Viele Druckereien bieten bereits eine größere Auswahl an fertigen Stanzformen an – hier lohnt der Blick ins Angebot. Zusätzliche Veredelungen wie Sonderfarben, Lacke, Folien und Prägungen sind natürlich eine Budgetfrage, können jedoch den Gesamteindruck noch zusätzlich verstärken. Zeigen Sie Format!

Die Letzten unserer Art

Cover "Die Letzten unserer Art"
Die aktuellen Krisenherde unserer Welt beschäftigen viele, auch Prominente. Daniel Aminati gehört zu den beliebtesten deutschen Moderatoren, viele kennen ihn aus ProSieben-Sendungen wie Galileo oder taff. Nur wenige wissen allerdings, dass er auch auf eine erfolgreiche Karriere als Leadsänger der ersten deutschen Boyband Bed & Breakfast zurückschauen kann.
Neben mehreren sozialen Engagements nutzt Aminati seine Bekanntheit und Stimme nun auch, um die Hilfsprojekte von Ärzte ohne Grenzen zu unterstützen. Mit dem Song Die letzten unserer Art macht er auf die aktuellen Missstände in den globalen Kriegsregionen aufmerksam, vor allem aber auf die grausamen Schicksale betroffener Kinder. Wir freuen uns, mit der Covergestaltung an dieser Aktion beteiligt gewesen zu sein.
 
Ab sofort steht der Song für 99 Cent zum Download im iTunes-Store bereit. Der gesamte Gewinn wird gespendet. Auch Ihre Hilfe wird gebraucht – jeder Euro zählt!

Saisonale Effekte

Da schlendert man im Spätsommer durch die Geschäfte auf der Suche nach Schnäppchen und wird knallhart mit der Winterkollektion konfrontiert. Halt, da kommt doch noch was dazwischen! Nach Schnee und Eis ist den meisten zum Ende der heißen Jahreszeit noch nicht zumute, aber durchaus nach verfärbtem Laub, herbstlichen Spaziergängen, Halloween und dem Duft eines vorübergehenden Jahres. Was im Einzelhandel gut funktioniert, muss auch für Ihre Werbemaßnahmen nicht schlecht sein. Überlegen Sie sich gut, ob Sie bei Ihrer nächsten Sommerkampagne mit den meisten Mitbewerbern gleichziehen und das tausendste Grillmotiv einsetzen oder vielleicht nicht doch schon auf die kommende Jahreszeit umschwenken. Herbstlaub im Sonnenlicht ist nicht allzu weit weg von den warmen Monaten und überzeugt mit leichtem Schal und Sonnenbrille auch die spätgebräunte Zielgruppe. Ihr Vorteil: Das Motiv erzeugt mehr Aufmerksamkeit und lässt sich über einen längeren Zeitraum einsetzen. Je nach Branche, beworbenem Produkt/Dienstleistung und Werbedruck, verschafft die vorzeitige Einbuchung Ihnen ggf. auch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal und damit eine bessere Wahrnehmung. Aufmerksamkeitsstark sind auch harte Kontraste: Santa im Hochsommer, Frühlingsvegetation im Winter oder Silvester im Osternest. Sofern Sie ein saisonales Produkt bewerben oder anderweitig von den wechselnden Jahreszeiten profitieren, sollten Sie deren Eigenheiten und die damit einhergehenden Stimmungsschwankungen Ihrer Kunden für sich nutzen. Prost Neujahr!

Der richtige Post

Es sind nicht immer die großen Geschichten, die begeistern. Manchmal reicht auch eine kleine Anekdote, um das Interesse seiner Zielgruppe zu wecken bzw. zu halten. Das gilt für den Smalltalk auf dem Büroflur oder mit dem Nachbarn im Supermarkt genauso wie auf dem Parkett der Sozialen Netzwerke. Viele schrecken vor Blog, Facebook & Co. zurück, weil sie damit verbunden einen enormen Zeitaufwand mit viel Recherche erwarten. Das ist ein Trugschluss, denn auch mit relativ wenig Aufwand kann man Beiträge verfassen, die überzeugen. Natürlich spielen Inhalt und Schreibe eine große Rolle, vor allem aber auch die Regelmäßigkeit, die ihre Kunden zum Bleiben veranlasst. Der spannendste Artikel nutzt nichts, wenn Ihre User danach wochenlang keine weiteren Beiträge empfangen.

Inhaltlich können Sie sich gern verausgaben, setzen Sie dabei aber die bunte User-Brille auf: Was ist für Ihr Publikum interessant? Gibt es Wissen, mit dem Sie Ihren Kunden einen Mehrwert oder sogar Vorteil verschaffen können? Soziale Plattform bieten einen gewissen persönlichen Rahmen, innerhalb dessen man Usern ein Stück mit in den Backstage-Bereich nehmen darf. Lassen Sie Ihre Kunden doch mal hinter die Kulissen schauen, insbesondere, wenn Sie etwas Interessantes zu erzählen haben. Nehmen Sie sie mal mit auf eine Messe, indem Sie z.B. Bilder von Ihrer Anreise posten.

Prinzipiell sind die Grenzen dort, wo Sie sie setzen, jedoch sollte man es nicht übertreiben. Allzu private Inhalte sowie politische Meinungen, polemische Äußerungen genauso wie zu belanglose Dinge sollte man für sich behalten. Etabliert haben sich auch regelmäßige Beiträge mit hohem Wiedererkennungswert, wie z.B. Sprüche mit immer gleichem grafischen Hintergrund, Symbolgrafiken, etc. Oft reicht es auch, einen interessanten thematisch passenden Artikel von einer anderen Website einfach zu teilen. Stellen Sie vorher jedoch unbedingt sicher, das es sich um eine vertrauensvolle Quelle handelt.

Fazit: Wichtig ist weder eine pulitzerverdächtige Schreibe, noch die große Masse an Beiträgen, sondern dass Sie Ihre User mehr oder weniger regelmäßig auf eine sympathische Art und Weise abholen. Das kann jede Menge Spaß machen, wenn man es nicht als notwendige Arbeit versteht, sondern als netten Plausch unter Gleichgesinnten, aus dem sich eine enge Freundschaft entwickeln könnte.

SEO für alle

Buchtipp: Top-Rankings bei Google und Co. (Verlag Galileo Press)

Das waren Zeiten, als die Optimierung der Keywords einer Website noch ausreichte, um deutliche Effekte im Suchmaschinenranking zu erzielen. Angesichts der massiven Zunahme der Onlinepräsenzen hat sich zwischenzeitlich vieles geändert. Als klarer Marktführer (97%) lässt sich Google heute von Keywords nicht mehr beeindrucken und wertet Onlineangebote mittlerweile nach einer hochkomplexen und geheimen Formel aus. Experten schätzen, dass dieser Algorithmus über 200 Faktoren gewichtet, die über den Rang in den Suchergebnissen entscheiden. Es reicht längst nicht mehr, seine Keywords in den Metaangaben zu platzieren – jetzt müssen sie vor allem an Schlüsselpositionen der Website zu finden sein. Wichtige Begriffe gehören in die Headlines und die ersten Zeilen Ihrer Fliesstexte. Achten Sie auf ein ausgewogenes Text-/ Bildverhältnis sowie eine präzise Schreibweise, die Produkt/Dienstleistung, Standort und vor allem den Mehrwert kurz und verständlich erklärt. Wichtige Keywords sind möglichst oft zu wiederholen, Abkürzungen zu vermeiden.

Die Navigation Ihrer Website sollte flach, klar und einfach strukturiert sein. Platzieren Sie stattdessen Querverweise/Deeplinks, mit deren Hilfe man schnell zu den gesuchten Inhalten gelangt. Das Design Ihrer Website sollte einfach, übersichtlich und funktional sein. Denken Sie immer daran: Um gefunden zu werden, erstellen Sie die Website hauptsächlich für den Google-Webcrawler – ein Programm, das rein logisch wertet und sich schnell auf Ihrer Seite zurechtfinden will.

Mit Hilfe der Google Webmaster-Tools erhalten Sie einen sehr guten Überblick über die Erfolge Ihrer Optimierung. Bereits mit der Berücksichtigung einiger Grundregeln können Sie selbst viel bewirken und aus dem Suchergebnis-Nirvana aufsteigen. Neben diesen sogenannten Onpage-Maßnahmen gibt es noch viele weitere Todos auf dem Weg in den Google-Olymp. Hier ist insbesondere der Link-Aufbau entscheidend. Bitten Sie Ihre Business-Partner und Kunden, Sie mit einem Link auf deren Websites weiterzuempfehlen. Google erkennt diese Backlinks und bezieht sie positiv in die Wertung mit ein. Dabei erkennt und wertet das Programm sogar, ob in sehr kurzer Zeit verdächtig viele Backlinks platziert wurden, was zur Abwertung führen kann.

Generell gilt: Überlassen Sie das Feld nicht blind einer SEO-Agentur. Sie können an der Basis selbst eine Menge dazu beisteuern, Ihre Website findbarer zu machen. Für die Pole-Position sollten Sie in Branchen mit vielen Mitbewerbern allerdings den Rat eines Profis hinzuziehen, der mit allen SEO-Tricks vertraut ist und mit entsprechender Profi-Software arbeitet.

Appsolut überflüssig

Der massive Einzug von mobilen Endgeräten in unseren Alltag bietet Unternehmen viele neue Chancen, verunsichert aber auch. Der Gruppenzwang App-Entwicklung treibt mitunter illustre Blüten und führt zu abenteuerlichen Ergebnissen in den Stores. Manche Apps bleiben am Ende gar völlig ohne Nutzwert und ernten katastrophale Rezensionen. Was bleibt, sind in der Regel hohe Ausgaben für die Programmierung und kaum bis keine Downloads.

Hier lohnt es sich, in der ersten Überlegungsphase den Nutzen einer eigenen App grundsätzlich zu hinterfragen: Wen möchte ich mit der App ansprechen? Was sind die Ziele? Wie strukturiere ich die App inhaltlich? Auf welche Plattformen optimiere ich sie? Wie stelle ich den Support sicher? etc.

Auch und insbesondere die grafische Gestaltung ist von Bedeutung: Das beginnt bei der Gestaltung des Icons, der Previewscreens bis hin zum Herzstück, dem User Interface. Denn die besten Inhalte nutzen Ihnen nichts, wenn die App nicht intuitiv bedienbar ist. Im Gegenteil – die Bedienung soll Ihren Usern Spaß machen und die Inhalte einen messbaren Mehrwert bieten. Nur dann entstehen positive Effekte, die sich z.B. bei monetären Zielsetzungen vor allem finanziell schnell lohnen können.

Fazit: Ob App oder nicht, ist eine Entscheidung, die man aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten sollte. Wenn Sie sich dafür entscheiden, dann nehmen Sie sich viel Zeit für die Planung und überlassen Sie das Design nicht Ihrem Programmierer.

Ein Herz für Banner

Digitale Werbeformen entwickeln sich zum absoluten Zugpferd der Branche. Nach Meinung von Experten steigen die Investitionen allein bei Werbung auf mobilen Endgeräten jährlich um 50%. Doch mit der zunehmenden Anzahl an Werbeplätzen sinken die Klickraten, insbesondere bei Standardformaten wie den klassischen Bannern. Viele Unternehmen setzen deshalb auf geschicktes Content Marketing, um Usern ihre Produkte und Dienstleistungen schmackhaft zu machen. Das kann mitunter sehr gut funktionieren, ist aber eine wesentlich komplexere Disziplin. So gibt es immer wieder Negativbeispiele missglückter Kampagnen, die nicht selten einen wüsten Shitstorm und damit verbrannte Erde hinterlassen.

Obwohl sie aktuell in der Kritik stehen, haben klassische Bannerformate ihre Daseinsberechtigung. Sie sind top platziert, schnell erfassbar und führen direkt auf die betreffende Seite. Die Kunst besteht darin, die Aufmerksamkeit des Seitenbesuchers bereits in den ersten Sekundenbruchteilen zu wecken und auf sich zu ziehen. Hier spielen gestalterische Faktoren eine entscheidende Rolle.

Sehr wichtig ist z.B. die Wahl des Haupt- bzw. Einstiegsmotivs. Dinge, die wir gut kennen und unsere Instinkte aktivieren, funktionieren am besten. Gesichter sind hier geradezu ein Blickmagnet, insbesondere Portraits von Frauen. Hinzu kommt die Farbwahl für den Hintergrund. Studien haben gezeigt, dass Weiß, Schwarz und Rot seltener geklickt werden. Insbesondere Violett sorgt hingegen für eine höhere Klickrate, vor allem in Verbindung mit einem Frauenportrait. Versuchen Sie, die besonderen Vorteile kurz und prägnant herauszuarbeiten. Sagen Sie dem User klar und unmissverständlich, was zu tun ist und fügen Sie einen direkten Aufruf zum Klicken hinzu (auch Call-to-Action bzw. CTA). Kombiniert mit hochwertigem Bildmaterial, einer Animation und ggf. etwas Interaktion, kann so ein sehr erfolgreiches Werbemittel entstehen.

Starthilfe für Startups

1.000 Dinge sind zu klären, wenn man sich für die Selbständigkeit entscheidet: Gewerbeschein, Finanzamt, Büroeinrichtung, Office anmieten, Zielgruppe definieren, erste Kunden akquirieren und und und ... Was dabei oft auf der Strecke bleibt, ist der Fahrplan für die eigene Firmenidentität. Wie möchte man überhaupt in der Aussendarstellung wahrgenommen werden und welche Wege schlägt man dafür ein?

Existenzgründung bedeutet auch, auf seine Existenz aufmerksam zu machen. Das Set an Kommunikationsmitteln ist heute umfangreicher denn je. Website und Geschäftspapier sind sicherlich ein Anfang. Allerdings sollte spätestens zu diesem Zeitpunkt auch feststehen, wie man seine Coporate Identity konsistent weiterentwickeln möchte.

Verbrennen Sie Ihren Gründungszuschuss nicht für überteuerte SW-Inserate in Anzeigenblättern. Holen Sie sich Hilfe! Eine erfahrene Agentur unterstützt Sie anhand eines Mediaplans, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die Klaviatur an werblichen Möglichkeiten effektiv und zeitgemäß zu spielen. Denken Sie ganzheitlich – nur so erzielen Ihre Werbeinvestitionen wirklich messbare Ergebnisse. Für schmale Budgets bieten sich oft Social Media-Kanäle hervorragend an. Im Zusammenspiel mit Website, Empfehlungsmarketing, Suchmaschinenoptimierung und einer überzeugenden Aussenpräsenz lassen sich schnell messbare Effekte erzielen. Das sind die richtigen Voraussetzungen, um durchzustarten!

Farbe des Jahres gewählt

Radiant Orchid heißt der Gewinner, den Pantone kürzlich als Farbe des Jahres 2014 vorstellte. Der Favorit mit dem Farbcode 18-3224 bewegt sich zwischen Lila und Pink mit einem leichten Grauschleier. Laut den Pantone-Experten soll Radiant Orchid Zuversicht, Freude, Liebe und Gesundheit ausstrahlen sowie die Kreativität und Originalität fördern. Damit steht die Neue von Pantone konträr zum Smaragdgrün aus 2013 – ein Symbol für Erneuerung, Wohlstand und Wachstum. Wir dürfen gespannt sein, wo wir Radiant Orchid demnächst überall begegnen. Auf einigen Laufstegen soll die Farbe des Jahres schon zu sehen gewesen sein.

Vorsicht, neues Jahr!

Geschenke sind nun eingetauscht, die Tanne nadelt vor sich hin,

das Kind entrückt am iPod lauscht, der neue Pulli kratzt am Kinn.

Oma schnarcht und Opa raucht, der Vater ist gerad eingenickt,

der Hund der haart, die Katze faucht, das Baby spielt total verrückt.

 

Der Nagel für den neuen Kalender wird mit Keksen eingeschlagen.

Im Hausflur steht klein am Geländer: Baumabholung in 3 Tagen.

Der Kühlschrank ist wie leergefegt, im Lampenschirm steckt noch Konfetti,

heute gibt es Eingelegt mit Rotkohl, Soße und Spaghetti.

 

Folgendes ist wohl passiert: Gefahr gebannt, das Fest vorüber.

Kopf hoch und etwas motiviert, nächstes Jahr kommts sicher wieder.

Marzipan? Geht gerad noch, das Kleeblatt bitte mit dem Schwein.

Raus jetzt aus dem Festtagsloch, Antrieb kommt nicht von allein!

 

Mit letzter Kraft vom Essgelage, zwängt man sich an den Arbeitsplatz.

Vorsätze werden oft zur Plage, am Ende sind sie für die Katz.

Doch hat man sich dann durchgewühlt und alles ist, wo's vorher war,

hat's sich am Ende sehr gut angefühlt, der Start ins Neue Jahr.

 

Viel Spaß & Erfolg und auf eine tolle Zusammenarbeit in 2014!

Kundenzuwachs aus den USA

Über zwei Sendungen begleitete der Sender VOX mit seiner Reisereportage "Goodbye Deutschland" die Familie Bonaventura auf ihrem Weg in die USA. Nach langen Vorbereitungen war es 2012 soweit: Stephanie und Alessandro Bonaventura starteten mit ihrem Sohn in ein großes Abenteuer. Das neue Umfeld war schnell gefunden. Los Angeles bot durch die Lage und die hohe Star-Dichte einen fruchtbaren Boden für die geniale Geschäftsidee – das italienische Spaghetti Gelato von Europa in die USA zu bringen und dort genauso beliebt zu machen.

Direkt am Pazifik, in der Marina del Rey an der kalifornischen Küste, eröffnete das Paar die Gelato Lounge, ein stylisches Eiscafé, das schnell großen Anklang fand – mittlerweile auch in Hollywood. Neben Spaghetti Gelato locken zahlreiche innovative Eissorten, die die findigen Gründer genau auf die Bedürfnisse ihrer anspruchsvollen Kundschaft abgestimmt haben. Um der gelungenen Location gerecht zu werden, beauftragte uns die Familie Bonaventura mit dem Relaunch ihrer Website. Wir freuen uns über unseren ersten Kunden aus den USA und wünschen der Familie Bonaventura viel Erfolg!

Help! Aus Qype wird Yelp

Langsam und schleichend kam sie, die Übernahme des Empfehlungsportals Qype im Oktober 2012. Geschluckt wurde das deutsche Unternehmen von dem amerikanischen Branchenriesen Yelp – für 50 Millionen Dollar. Ein Jahr gaben sich beide für einen sauberen Übergang der Nutzerkonten. Dabei wurden Qype-User aufgefordert, ihre Daten manuell in das neue System zu übertragen, da sie auf diesem Weg gleich zur Bestätigung der neuen Datenschutzbestimmungen animiert werden konnten.

Offenbar war der Zeitraum zu knapp bemessen, denn als die beiden Plattformen am 30. Oktober 2013 verschmolzen, lief eine Menge schief. Abgesehen von der extrem aufwendigen Datenübetragung, verwendet Yelp einen speziellen Filtermechanismus, der echte Bewertungen von gefakten trennen soll. An sich ein guter Vorsatz, jedoch gerieten bislang auch viele echte Positivbewertungen in den Sog des Filters und wurden so auf den Nutzerseiten geblockt. Der darauf folgende Shitstorm war immens.

Mittlerweile arbeitet Yelp fieberhaft an der Verbesserung des Filters und der Freischaltung echter Bewertungen. Trotzdem werden viele Unternehmen aufgrund ihres schlechten Bewertungsrankings noch für Wochen in Erklärungsnöten sein. Ärgerlich, wenn man Jahre erfolgreich in Empfehlungsmarketing investiert hat.

Bunte Softwarelösungen

Die meisten Startups erkennen schnell, dass sich bestimmte Arbeitsprozesse mit der geeigneten Software je nach Tätigkeit massiv beschleunigen und optimieren lassen. Der erste Blick fällt dann zunächst auf die am Markt bereits erhältlichen Programme. In vielen Branchen ist die Software-Auswahl hier auf wenige Tools begrenzt. Ob die erhältlichen Lösungen dann auch noch für das eigene Business passen, ist die nächste Frage. Gut arbeitet es sich mit Standardprogrammen, wenn die entsprechenden Arbeitsprozesse ebenfalls standardisiert sind bzw. angepasst werden. Aber was, wenn es um ein innovatives Produkt oder um eine spezielle Dienstleistung geht? Was, wenn Sie Erfolgskontrollen, bestimmte Statistiken oder Ihr Corporate Design integrieren wollen? Sonderwünsche versuchen viele Anbieter mit individuell anpassbarer Software abzufangen. Hierbei handelt es sich jedoch meist um fest definierte Module, die den Handlungsradius allenfalls etwas erweitern. Ein weiteres Manko sind die vielen Funktionen, die nicht gebraucht werden, zu Lasten der Bedienbarkeit gehen, sich aber auch nicht ausblenden oder entfernen lassen.

Eine Lösung des Problems sind datenbankoriente Entwicklungsumgebungen, wie z.B. Filemaker. Mit ihnen lassen sich speziell auf die individuellen Bedürfnisse erstellte Softwarelösungen erstellen, die exakt den jeweiligen Anforderungen entsprechen und auch weiterhin flexibel anpassbar sind. Auch mit kleinem Budget ist so eine schnelle Umsetzung der gewünschten Software als lizenzfreie Standalone-Lösung für Windows- und Mac-Systeme sowie als App für mobile iOS-Endgeräte (iPad, iPhone etc.) möglich.

Von der Lagerhaltung bis zur Fakturierung, vom Ladengeschäft bis zum Mittelstand – optimieren Sie jetzt Ihr Tagesgeschäft. Wir bieten Ihnen die komplette Umsetzung eines individuell auf Sie angepassten Tools inkl. Integration Ihres Corporate Designs. Jetzt anfragen!

Modell Agentur

So schön waren die Zeiten, in denen Werbung einfachen Mechanismen folgte. Der Empfänger lauschte bereitwillig den wenigen klassischen Kanälen und die Sender pushten ihre Botschaften erfolgreich in die Wohnzimmer. Werbeagenturen hatten entsprechend etablierte Strukturen und waren personell hervorragend ausgestattet. Stand heute in Deutschland: Hunderte TV-Kanäle, Tausende Printmedien, Millionen von Websites und daraus resultierend verwöhnte Mediennutzer, die selbst über ihre Inhalte bestimmen wollen – auch auf jedem ihrer mobilen Endgeräte. Was viele Werbungtreibende zunächst abschreckt, eröffnet auf den zweiten Blick ein riesiges Meer an Chancen und Möglichkeiten.

Um die höchstindividuellen Ansprüche der Kunden heute noch optimal bedienen zu können, bedarf es viel Koordination und einem funktionierenden Netzwerk an Spezialisten. Komplexe Datenbanklösungen, Web-Apps und Shopsysteme haben heute eine Tiefe, die sich nur noch selten komplett inhouse abdecken lässt. Auch große Agenturen greifen dafür auf ein Heer an Freelancern zurück, die projektbasiert für einige Zeit in den Entstehungsprozess integriert werden und dann weiterziehen.

Die Aufgabe der Werbeagentur hat sich somit verändert von der Allroundlösung hin zum versierten Manager komplexer Kreativprojekte. Auch ihre Struktur passt sich dieser Veränderung an: Der Trend geht weg von der King Size-Agentur, die ihre Kunden mit räumlicher Größe und einer Armada an Festangestellten beeindruckt, hin zu kleinen flexiblen Einheiten, die sich selbst immer wieder neu erfinden und gestalten müssen. Kommunikation verändert sich, unverändert ist jedoch das Ziel, das bestmögliche Ergebnis im vorgegebenen Budgetrahmen zu erreichen bei maximaler Medialeistung für den Kunden.

Scribbles und Click-Dummys

Sie planen eine Überarbeitung Ihres Corporate Designs und überlegen, wie und ob es in den verschiedenen Bereichen Ihres Unternehmens funktioniert? Sie vermarkten ein Produkt oder eine Dienstleistung und wollen Potentialkunden davon überzeugen? Für eine erfolgreiche Zielerreichung führen die meisten Wege früher oder später zum Thema Visualisierung. Die Möglichkeiten reichen von Scribbles, Mock-ups, Click-Dummys bis hin zu komplett produzierten Nullnummern und 3D-Modellen. Viele scheuen den damit verbundenen Aufwand und die zu erwartenen Kosten. Dabei erkennen sie die enormen Chancen nicht, die ein solcher Entwurf mit sich bringt.

Nicht jeder Ihrer Kunden hat ein gutes visuelles Vorstellungsvermögen. Ein Dummy hilft, Ihr Angebot auch erlebbar zu machen und unter allen Bewerbern in Erinnerung zu bleiben. Gerade auf Messen, Kongressen und ähnlichen Events ist es aufgrund des hohen Mitbewerbs fast schon ein Muss, sein Gegenüber mit einem Scribble zu überzeugen. Dank heutiger Produktionsmöglichkeiten halten sich auch die Kosten für eine haptische Umsetzung (z.B. Booklet, Heft-Dummy, Werbemittelmuster, etc.) in Grenzen. Mit heutigen Digitaldruck-Standards sind Stückzahlen im einstelligen Bereich ohne weiteres möglich. Online ist es oft hilfreich, wenn Ihr Gesprächspartner Integrationen anhand eines Click-Dummys vorab testen kann und so ein besseres Gefühl für deren Werbewirkung bekommt.

Haben Sie Interesse an einer Visualisierung Ihrer Idee / Ihres Konzepts? Sprechen Sie uns an – gern erstellen wir Ihnen ein schnelles und unverbindliches Angebot.

Facebook über alles?

© chuhail - stock.adobe.com
© chuhail - stock.adobe.com

Viele setzen voll auf die bekanntesten Dickschiffe in der sozialen Medienwelt und verpassen damit das Wichtigste – ihre Zielgruppe. Wer potentielle Kunden erreichen möchte, muss sich vom Gedanken an coole Umfelder zunächst frei machen und analysieren, wo sich die avisierte Käuferschaft wirklich herumtreibt. Das ist insbesondere bei Kindern und Jugendlichen bis 13 Jahre kein leichtes Unterfangen, da sie ihre Plattformen schnell wechseln. Hätten Sie gedacht, dass z.B. Moviestarplanet einen regelrechten Massenansturm ausgelöst hat? Die Teenie-Seite im Cartoon-Stil bietet eine in sich geschlossene Welt, in der man vom normalen Highschool-Schüler zum Star á la Miley Cyrus & Co. aufsteigen kann. Ein entsprechender Freundeskreis aus echten Mitspielern, ein großzügiges Loft und VIP-Status helfen natürlich beim Upgrade. Viele junge User trauen sich noch nicht auf die große "Facebook"-Bühne und bevorzugen zunächst Ableger wie Instagram. Der Übergang zum großen Bruder ist dann fließend.

Ganz ausgeblendet werden oft ältere User, die Silver Surfer. Dabei ist diese Zielgruppe so aktiv wie nie zuvor. Einfach zu bedienende Endgeräte wie Tablets senken die Hemmschwelle zum Web erheblich, es stellt sich schnell ein Erfolgserlebnis ein. Relativ neue Konzepte wie Seniorbook gewinnen so langsam an Boden. Hier lohnt sich ein Blick in die Mediadaten bzw. über mögliche Kooperationsansätze nachzudenken. Auch die Präsentation eines Unternehmensprofils ist hier möglich. Aber Vorsicht: Auch und insbesondere ältere Zielgruppen wollen ernst genommen werden. Authentisch ist, wer sich integriert, statt sich mit seiner Markenbotschaft aufzudrängen.

Fazit: Halten Sie Ausschau nach Alternativen. Facebook, Google AdWords & Co. können für Ihre Kommunikation genau die richtigen Plattformen sein, aber das Web hält heute auch viele andere spannende Lösungen bereit, die einen Seitenblick auf jeden Fall lohnen.

Das Glas-Projekt

In der letzten Testphase befindet sich das momentan am heißesten diskutierte Technik-Gadget. Unter dem Namen Google Project Glass oder auch Google Glasses hat der Web-Gigant eine brillenähnliche Konstruktion entwickelt, die die Grenze zwischen Realität und virtuellem Raum endgültig verwischt. Schon in Kürze wird wahr, was wir bisher nur aus abgedrehten Sci-Fi-Filmen kannten und noch in ferner Zukunft glaubten.

Glass ist ein flexibler halbkreisförmiger Metallbügel, der sich wie eine Brille aufsetzen lässt. Die Besonderheit dabei ist ein transparentes Prisma, das über dem rechten Auge sitzt. Es projeziert Bilder direkt auf die Netzhaut des Auges und erschafft für den Betrachter damit eine Verschmelzung von realem und digitalem Bild. Google bezeichnet seine Erfindung deshalb als erweiterte Realität. Funktionen wie Navigation, Telefonieren, Videotelefonate, Fotografieren u.v.w. werden den Nutzen des Gerätes Stück für Stück erweitern. Dass sich die Augmented-Reality-Brille mit dem eigenen Google+ Account verbinden kann und die aufgenommenen Inhalte auf Wunsch direkt ins Profil streamt, versteht sich von selbst. Zusammen mit den Google-eigenen Diensten Maps, YouTube etc. eröffnet das digitale Accessoire ungeahnte Möglichkeiten.

Abzuwarten bleibt, wann die Werbewirtschaft auf diesen neuen Channel zugreifen darf. Massgeblich hängt diese Entscheidung sicher von der Akzeptanz in der Zielgruppe ab. Nicht jeder ist schließlich dazu bereit, sich über den täglichen Werbekonsum hinaus AdWords-Anzeigen direkt ins Auge projizieren zu lassen. Um hier Berührungsängste zu reduzieren und das Medium optimal auszunutzen, werden junge Kommunikationswege wie raffiniertes Storytelling, Geotagging, AR-Apps u.Ä. eine große Rolle spielen.

2014/2015 soll die Brille in den Händlerregalen liegen, Testgeräte sind bereits in Umlauf. Bisher bekannte Features: Ein hochauflösendes Prisma/Display, Kamera für 5MP-Fotos und 720p-Videos, WLAN, Bluetooth und 16GB Speicher. Die Akkuladung soll für einen Tag reichen. Google Project Glass ist kompatibel mit allen neueren Android-Versionen. Ob iOS-Geräte die Brille unterstützen werden, ist noch offen.

Lizenz zum Download

Bild-, Video- und Audiomaterial erhält man heute kostengünstig bei zahlreichen Microstockagenturen. iStockphoto, fotolia und Co. bieten mit ihren Plattformen auch Amateur- und semiprofessionellen Fotografen die Möglichkeit, ihre Motive an den Mann zu bringen. Grosse Player wie Getty Images haben dagegen feste Verträge mit etablierten Profis und Stars der Fotografenszene. So oder so – Fotograf und Agentur teilen sich den Umsatz nach einem bestimmten Schlüssel auf. Auf Käuferseite bleiben dadurch keine Wünsche mehr offen. Nahezu jede Motividee kann durch die im Netz verfügbaren Massen an Material realisiert werden.

Es könnte alles so einfach sein, wären da nicht die rechtlichen Voraussetzungen, die immer wieder für Überraschungen sorgen. Nach wie vor besteht bei vielen Käufern die Überzeugung, Stockmaterial mit dem Download auch gekauft zu haben. Erworben wurde aber nur die Lizenz zur Verwendung des Materials für einen bestimmten Zweck. Die Agenturen machen hier klare Vorgaben, wofür, in welchem Zusammenhang und wie lange z.B. ein Motiv verwendet werden darf. In Zeiten von Anwaltskanzleien, die sich ausnahmslos mit der Abmahnung Lizenzverletzungen befassen, sollte man sich deshalb zumindest mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und den angebotenen Lizenzarten auseinandersetzen. Je nach Agentur und Material werden erweiterte Lizenzen, Vektorlizenzen, Abolizenzen und viele mehr angeboten. Bei Verständnisproblemen hilft der jeweilige Support und/oder ein Blick in die FAQs.

Ein Restrisiko bleibt jedoch immer: Selbst wenn Sie sich für lizenzfreies Material entscheiden und alle Lizenzbedingungen penibel beachten, haben Sie keine vollständige Sicherheit über die Herkunft und ob nicht bereits bei dessen Upload Urheberrechte verletzt wurden. Ein sensibles Thema in der Branche. Für ein besseres Gefühl verspricht iStockphoto Rechtssicherheit für jedes Bild und springt unter bestimmten Voraussetzungen bei Schäden bis zu 10.000 $ ein. Gegen Aufpreis lässt sich der Schutz auf 25.000 $ erweitern.

Ladenhüter Einzelhandel

E-Commerce erfuhr in den letzten Jahren einen rasanten Wandel. Onlineshops sind heute perfekt auf die Bedürfnisse ihrer User ausgerichtet, der Bestellprozess so einfach und schnell wie nie. Waren werden gegen Aufpreis innerhalb von Stunden zugestellt und ihr Weg ist Dank Sendungsverfolgung jederzeit nachvollziehbar. Shopping im Internet erschliesst ganz neue Kundengruppen und erspart den Weg zum Ladengeschäft, lässt sich per Smartphone sogar mittlerweile nebenher erledigen.

Das bekommen viele "Offline"-Händler immer deutlicher zu spüren. Nicht selten stehen Inhaber heute frustriert hinter der Ladentheke und wundern sich über die ausbleibenden Umsätze. Geschickt dekorierte Schaufenster und Angebotsschilder zeigen nur noch begrenzt Wirkung und fangen Laufkundschaft kaum noch ab. Viele stehen vor dem Aus und stellen sich die Frage: Ist der Einzelhandel noch zu retten?

Für Käufer überwiegen die Vorteile der Tranzparenz, Zeitersparnis und Bequemlichkeit. Qualitäten des Einzelhandels wie die haptische Produkterfahrung, individuelle Beratung und Verhandlung bleiben zunehmend unbeachtet. Dabei steckt gerade hier die große Stärke. Bestimmte Branchen, wie Food sind vor Ort nach wie vor unverzichtbar. Andere kämpfen täglich um ihre berufliche Existenz.

Ein möglicher Ansatz für den Weg aus der Krise ist die Ausweitung der Vertriebswege und der Kundenbindung über geeignete Onlinemaßnahmen, um die Umsatzverluste im Einzelhandel zu kompensieren. Mit einer mittelfristigen Strategie, dem Einsatz sozialer Netzwerke wie Facebook, Empfehlungsmarketing über QYPE & Co. und der Streuung regelmäßiger Vor-Ort-Aktionen können bereits nach wenigen Monate messbare Ergebnisse erzielt werden.

Sprechen Sie mit uns. Gern entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein Konzept zur Optimierung Ihrer Abverkäufe auf Basis Ihrer Ideen und Budgetvorstellungen.

Flash von gestern?

Websites, Banner, Games, Anwendungen, Animationen und sogar TV-Spots – viele dieser Umsetzungen sind in der Vergangenheit in Flash entstanden, einst neben Photoshop DAS Vorzeigeprodukt der Kreativsoftwareschmiede Adobe.

Über die Jahre hat sich Flash immer weiter entwickelt und bietet heute mit ActionScript 3.0 eine vollwertige Programmiersprache, die ein Universum an Möglichkeiten eröffnet und selbst anspruchsvollste Entwickler zufriedenstellt. Zusammen mit den übrigen Programmen der Creative Suite gibt es keine kreativen Grenzen mehr. Warum also musste Flash in den vergangenen Jahren derart Federn lassen?

Die Antwort liegt im Flash-Plugin, das viele Browser zwar heute bereits standardmäßig mitbringen, aber das regelmäßige Updates erhalten muss, um auch zukünftige Inhalte zuverlässig darstellen zu können und vor allem um sich er zu bleiben. Viele User blocken das Plugin zudem mit Hilfe ihrer Browsereinstellungen oder Drittprogramme konsequent weg, so dass Inhalte wie Onlinewerbemittel nicht dargestellt werden können. Performance: Manche Flash-Anwendung zwang den Zielrechner derart in die Knie, dass er komplett erlahmte. Zudem liegt in der hohen Verbreitung des Plugins auch die Gefahr des Missbrauchs; Schadsoftware kann so leichter auf den Rechner gelangen.

Apple schloss aus diesen Gründen mit Einführung des iPhones das Flash-Plugin konsequent von iOS, dem mobilen Betriebssystem, aus – der letzte Dolchstoß für Flash und damit Türöffner für Alternativen, die auch komplexe Inhalte ohne Plugin wiedergeben können. Wegbereiter sind hier HTML 5 und die Weiterentwicklung von CSS. Zusammen mit Javascript lassen sich bereits sehr interessante Effekte erzielen – ganz ohne Flash. Nach wie vor eingesetzt wird Flash aber auch weiterhin (zumindest in naher) Zukunft noch für Animationen, interaktive Offlineprojekte wie Präsentationen sowie für Onlinewerbemittel.

Neues Team, neue Adresse

Ab sofort finden Sie uns in der Moislinger Allee 22 in Lübeck. Mit eingezogen sind unsere zwei neuen Grafikerinnen / Illustratorinnen Melanie Janza-Harder und Ramona Elise Rupp. Melanie hat nach Ihrer Grafikdesign-Ausbildung bisher hauptsächlich freiberuflich gearbeitet. Ramona absolvierte ein Kunststudium an einer Hamburger Privatakademie. Wir freuen uns, Sie ab sofort in unseren neuen Agenturräumen mit neuer Teamstärke begrüßen zu können. Sie erreichen uns auch weiterhin unter den bekannten Kontaktdaten oder über unser Kontaktformular.

Ganzheitliche Lösungen

Alle sprechen von ganzheitlichen Lösungen, viele von 360°-Kommunikation – schön und gut, aber was bedeutet das eigentlich? Es geht darum, nicht nur punktuell zu werben, sondern alle Maßnahmen in einen Kontext miteinander zu bringen. So werden z. B. aus Einzelbuchungen in Print- und Onlinemedien effektive Kampagnen mit maximaler Werbewirkung. Eine wesentliche Herausforderung besteht vor allem in der Vernetzung der Vielzahl an Kommunikationsmöglichkeiten. Social Media Kanäle gewinnen hier stark an Bedeutung, da sie ideal als Rückkanal und somit perfekt für ein spielerisches Heranführen an Produkt und Dienstleistung geeignet sind.

In der Konzeptphase werden die Bedürfnisse und Zielsetzungen des Kunden analysiert und in einem Mediaplan verdichtet. Wie eine Landkarte dient er als Orientierung, insbesondere bei sehr komplexen Kampagnen, die sich über einen sehr langen Zeitraum erstrecken und viele ineinandergreifende Maßnahmen beinhalten.

Nach Möglichkeit sollte man von punktuellen Schnellschüssen Abstand nehmen. Oft verpufft deren Wirkung bereits kurz nach der Schaltung und das Budget ist schnell aufgezehrt. Gesamtkonzepte sind effektiver, erzielen eine höhere Werbewirkung, schonen den Etat und bleiben bei Ihrer Zielgruppe deutlich länger hängen.

Auf ein Neues!

Die schöne Vorweihnachtszeit, die stressigen Vorbereitungen und der besinnliche Heiligabend – das alles liegt nun hinter uns. Nur noch wenige Tage und ein weiteres Jahr ist vorüber, samt vieler spannender Projekte. 

Bevor wir uns nun alle voller Tatendrang in ein neues Abenteuer stürzen, wünschen wir Ihnen einen knallbunten Jahreswechsel sowie viel Erfolg und Gesundheit für 2013!

DIN lang kann jeder

Gastbeitrag (Teil 2) von Steffen Hinze / Inhaber mediaport production

Als wesentlicher Aspekt einer gezielten Ansprache sollte die Art des Mailings bedacht werden. Wer wirklich auffallen möchte, der muss anders sein! Viele individuelle Printprodukte wie Selfmailer, lassen sich heute schon „inline“ fertigen. Das bedeutet, dass ein Mailing nicht zwangsläufig im Druck „vorproduziert“ werden muss, um anschließend im Lettershop personalisiert und für die Zustellung aufbereitet zu werden. Mit geschickten und dennoch sehr auffälligen Variationen lassen sich Mailings sehr wirtschaftlich auch direkt in der Druckmaschine verarbeiten sowie Responseelemente wie Postkarten, QR-Codes, Briefhüllen mit wiederanfeuchtbarer Gummierung (WA-Gummierung) zum Verschließen, Lose o. Ä. integrieren. Neben der Verarbeitungsform kommt es ebenso auf das Format eines Werbemediums an, denn DIN lang kann jeder! Um die nötige Aufmerksamkeit beim Leser zu erreichen, muss Ihr Werbemedium schon in den ersten drei Sekunden des Kontaktes mit dem Leser im Gedächtnis bleiben. Das bleibt es sicher nicht, wenn es sich hier um einen klassischen DIN Lang Brief handelt.
Fazit: Nur ein Unternehmen, das seine Kunden kennt, wird diese optimal erreichen. Für die Umsetzung von auffälligen, responsestarken und vor allem individuellen Werbemedien gibt es Printprofis, die beraten und die Umsetzung dieser Prozesse begleiten, so dass ein auffälliges und witziges Werbemedium nicht gleich bedeutend teurer werden muss.

Wir brauchen Verstärkung!

Wir suchen eine/e Mediengestalter/in oder Quereinsteiger/in mit Kenntnissen in Photoshop, InDesign, ggf. Flash, Fotografie und Sozialen Netzwerken (Facebook etc.)

 

Wir sind eine kleine Werbeagentur mit großen und mittelständischen Kunden, u.a. mehrere Zeitschriftenverlage mit national erscheinenden Titeln. Unsere Stärken liegen vor allem in der Gestaltung von Anzeigenmotiven, Printprodukten und Onlinewerbemitteln.

Wir wollen weiter wachsen und suchen zum 3. Januar 2013 eine verantwortungsvolle, zuverlässige und kreative Unterstützung für unser Team, zunächst auf 450 Euro Basis. Ggf. kann die Position später zu einer Halbtagsstelle ausgebaut werden. Neben einem sympathischen Arbeitsumfeld bieten wir viele interessante Projekte und Kunden.

 

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2012 an mail@mediaundmeer.de

Glaubwürdig im TV

Interview mit Anja Michels / Schauspielerin aus Berlin

Ein wenig zweifelt man ja schon daran, dass die Interviewpartner im Spot von eben alle echt waren. Da gab es den etwas älteren Herren, der schon ziemlich überzeugend auftrat und die beiden jungen Mädels mit dem natürlichen Lächeln. Meistens sind hier Schauspieler oder Models am Werk, die jeden Satz genau einstudiert haben und nach Script handeln.

Dazu gehört auch Anja Michels aus Berlin. Man kennt die sympathische Schauspielerin aus Kinofilmen wie "Suche impotenten Mann..." oder der erfolgreichen TV-Serie "Unter uns". Auch in diversen Werbespots war sie zu sehen. "Manchmal kennt man ein Produkt gar nicht und geht dafür zum Casting. Dort werden dann teilweise 100 und mehr Models und SchauspielerInnen gecastet und alle hoffen auf die Rolle und eine Finanzspritze. Dann fährt man u.U. auch in andere Städte – auf eigene Kosten. Wenn man die erste Runde geschafft hat, gibt es meist noch einen Recall, d. h. man ist in der engeren Wahl. Es ist schon manchmal lustig, wenn man Fernsehen schaut und alles im Grunde nicht 'echt' ist, aber so wirkt. Die Zuschauer glauben, was sie sehen und kaufen die Produkte – eine Scheinwelt eben."

Mitte der 90er studierte Anja Michels am The Lee Strasberg Theatre Institute New York, es folgten zahlreiche Engagements in den USA und Deutschland. "Bei konventionellen Rollen muss ich als Schauspielerin überzeugen. Bei Werbespots ist es dagegen eine besondere Herausforderung, die Zuschauer darüberhinaus auch noch zum Kauf eines bestimmten Produkts zu bewegen – insbesondere dann, wenn ich das Produkt vorher selbst gar nicht kannte. Als Schauspieler muss man eben immer auf alles vorbereitet sein." Mehr zu Anja Michels auf www.anja-michels.de.

Wer darf's sein?

Das Social Media Schwergewicht Facebook steuert langsam, aber unaufhaltsam auf die eine Milliarde Nutzer-Marke zu. Werbung auf Facebook bietet damit enorme Chancen für die Kommunikation mit der Zielgruppe.

Der erste Schritt zur Vernetzung mit potentiellen Käufern ist die Erstellung einer eigenen Facebook Seite, der zweite meist die Platzierung einer Facebook-Anzeige. Der enorme Vorteil solch einer Kampagne ist die Möglichkeit der genauen Angabe von gewünschtem Standort, Demografie und Interessen. Das ermöglicht eine perfekte Aussteuerung (idealerweise über das Abtesten der Wirkung mehrerer Anzeigen mit unterschiedlichen Zielgruppendefinitionen).

Es empfiehlt sich, im nächsten Step die Freunde Ihrer Fans zu aktivieren. Denn: Bei Usern, die auf Ihrer Seite "Gefällt mir" geklickt haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass deren Freundeskreis ebenfalls an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung interessiert ist. Wichtig ist allerdings, für genügend Content auf der Zielseite zu sorgen. Facebook empfiehlt, mindestens einmal wöchentlich einen Beitrag zu posten, um die Inhalte spannend zu halten. Vor allem interaktive Elemente wie Umfragen, Gewinnspiele etc. beleben die Seite. Viel Traffic ist übrigens auch für den Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) interessant – Interaktion mit Ihrer Marke auf sozialen Plattformen schafft nicht nur Kundenbindung, sondern beeinflusst auch das Google Ranking positiv!

Qualität geht vor

Gastbeitrag (Teil 1) von Steffen Hinze / Inhaber mediaport production

In Zeiten von Wettbewerbsdruck und dem anhaltenden Kampf um die Zielgruppe, wird eine gezielte Ansprache umso wichtiger. Heute reicht es oft nicht mehr, alle Kunden mit dem gleichen Medium anzusprechen. Jeder Kunde bzw. potentieller Kunde hat andere Bedürfnisse, Wünsche und Anforderungen an ein Produkt oder eine Dienstleistung. Daher geht es darum, den Kunden so gezielt wie möglich „zu bedienen“ und seine Anforderungen bestmöglich zu erfüllen.

Mit Hilfe von Individualisierungen im Druck oder Lettershop lassen sich so Kundengruppen gezielt ansprechen. Dies kann nach Geschlecht, Alter, Vorlieben, Kaufverhalten etc. erfolgen. Bei der Umsetzung von Werbemitteln, die eine hohe Aufmerksamkeit und Response erzielen sollen, muss dies bereits in der Planung ganz zu Beginn des Projekts bedacht werden. Die Gestaltung muss nach Kundengruppen individuell aufgebaut, Adressdaten müssen nach Kundengruppen selektiert und die Produktion für mehrere Produktversionen vorbereitet werden. So können im Lettershop neben dem Adressfeld auch persönliche Anreden eingedruckt und auch innerhalb eines Fließtextes immer wieder personalisierte Bestandteile eingebaut werden. Dies können u. a. Codes sein, über die die Response erfasst wird, nachdem der Empfänger sie verwendet hat.

Social Media

Facebook, Twitter und Co. erweitern das Set an Kommunikationskanälen enorm. Social Media Marketing ergänzt das klassische Sender-Empfänger-Prinzip um den Rückkanal: Fans und Follower gewinnen endlich die Möglichkeit, direkt Feedback auf Ihre Produkte und Leistungen zu geben. So entsteht zwischen Ihnen und Ihrer Zielgruppe ein stetiger Austausch, der Ihnen eine dauerhafte Präsenz verschafft – kein anderer medialer Kanal ist hierzu in der Lage, insbesondere nicht zu solch geringen Kosten.

Social Media bietet Ihnen große Chancen: Neben des werblichen Effekts erfahren Sie viel über Ihre Kunden und deren Meinung über Ihr Unternehmen. Wer sich mit seiner Fanpage, seinem Stream etc. aufs Parkett traut, muss sich allerdings auch über den Aufwand im Klaren sein. Wie ein Blog will ein Channel ständig gepflegt werden, veraltete Beiträge sind Gift für jede Seite und schlagen Ihre User in die Flucht. Wichtig ist vor allem auch die Relevanz: Überlegen Sie sich ganz genau, welche News lesenswert sind, den nicht jeden interessiert der neue Getränkeautomat im Sozialraum...

Echt edel

UV-Lack, Mattlack, Glitzerlack, Prägefolie – noch nie war die Auswahl an Veredelungsverfahren so groß und vor allem so günstig! Viele dieser exklusiven Ausstattungen waren noch vor wenigen Jahren teuer und aufwendig, entsprechende Druckereien besonders für kleinere Auflagen nicht leicht zu finden. Durch die Weiterentwicklung moderner Produktionsstraßen gehört, die Veredelung heute meist zu den Standard-Produkten. Dennoch, wie bei vielen anderen Dingen gilt auch hier: Weniger ist oft mehr. Oftmals reicht es schon, einen bestimmten Effekt zurückhaltend auf dem Produkt zu platzieren, damit er seine subtile Wirkung beim Empfänger entfaltet. Welchen, das hängt ganz entscheidend von Ihrer jeweiligen Botschaft und dem Werbemittel ab.

100% Zielgruppe

Wenn es darum geht, eine bestimmte Zielgruppe möglichst treffsicher und messbar anzusprechen, sind Onlinemedien ungeschlagen. Während z. B. Print sehr gut dazu geeignet ist, insbesondere komplexe Themen opulent auszubreiten und tiefgreifend zu erklären, ist es hier andererseits eher schwierig, ein effektive Zielgruppenreichweite nachzuweisen.

Ein Weg zur Ansprache übers Web ist Google AdWords. Hierbei handelt es sich um Textanzeigen, die plakativ über und rechts neben den organischen Google-Suchergebnissen erscheinen. Bereits mit einem geringen Budget kann man seine Botschaft dort platzieren und sogar regional begrenzen. Ein Beispiel: Ein Pflegedienst mit Sitz in Bremen gibt bei Google AdWords als Keyword „Pflegeleistungen“ an und begrenzt die Anzeige regional. Nun werden nur Google-Nutzer aus Bremen bei Eingabe des Wortes „Pflegeleistungen“ seine Anzeige sehen. Kosten fallen für den Inserenten erst an, wenn ein User auch tatsächlich auf die Anzeige klickt. Sobald das vorgegebene Budget aufgebraucht ist, liefert Google die Anzeige nicht mehr aus. 100% Zielgruppe bei 100% Kostenkontrolle...

Marketing 3.0

Das waren noch Zeiten, als die Produktvielfalt noch überschaubar war und Verbrauchern neue Dinge mit Überzeugung als unbedingt nützlich untergejubelt wurden. Mit dem Einzug von Internetzugängen in die heimischen Wohnzimmer veränderte sich alles. Heute sind potentielle Kunden dank Test- und Preisvergleich-Portalen bestens für den Einkaufsbummel gerüstet.

Nach einer kurzen Schockstarre haben mittlerweile auch die letzten Unternehmen erkannt, dass sich an ihrer Kommunikation etwas ändern muss. Schob man damals Ware in den Markt, versucht man heute aus Verbrauchern „Fans“ und „Interessenten“ zu machen und sie so auf die eigene Seite zu ziehen – Pull- statt Push-Strategie. Über Social Media Plattformen und inszenierte Lebenswelten werden potentielle Käufer abgeholt, um sie für das Produkt zu begeistern.

Allerdings wird es angesichts der unglaublichen Flut an Werbebotschaften täglich schwieriger, insbesondere mit geringen Budgets, noch eine spürbare Marktdurchdringung zu erreichen. Hier sind kreative Ideen gefragt, die sich von der Masse deutlich abheben.

Geproofte Qualität

Gestalten, drucken, fertig – ganz so einfach ist es leider nicht. Das was Sie im Layout am Bildschirm sehen, kann farblich vom gedruckten Endprodukt abweichen. Der Grund: Abgesehen davon, dass es sich bei Monitor und Drucksache um zwei völlig verschiedene Ausgabemedien handelt, gibt es auch bei der Herstellung unzählige Druck und Veredelungsverfahren. Eine immerhin sehr farbnahe Simulation des Endproduktes erreicht man durch das sogenannte Proofen (aus dem engl. Beweis / Nachweis / Probe). Exakt kalibrierte Drucker simulieren dabei anhand sogenannter Farbprofile, wie das Ergebnis in 4c auf dem jeweiligen Trägermaterial voraussichtlich aussehen wird.

Alles im Lack

Wenn wir ein Printprodukt, z. B. einen Flyer in den Händen halten, dann achten wir ausnahmslos auf die Gestaltung und den Inhalt – denken wir. Ganz entscheidend gelenkt wird unser Unterbewusstsein aber auch von der Haptik. Denn neben der visuellen Wahrnehmung spielt auch das Fühlen eine große Rolle. Um den richtigen Gesamteindruck beim Empfänger zu erreichen, steht dabei eine große Bandbreite unterschiedlicher Trägermaterialien und Veredelungsverfahren zur Verfügung. So ist es heute ohne weiteres möglich, nicht nur auf diversen Papiersorten und Grammaturen zu drucken, sondern u. a. auch auf PVC, Kunststoff oder Metallfollie (z. B. für eine KFZ-Werkstatt).

Zusätzlich lassen sich Drucksachen heute auf vielfältige Weise veredeln. Dafür steht eine ganze Armada an Lacken und Folien zur Verfügung. Insbesondere partielle Veredelungen wie Spotlacke, bei denen nur ein Schriftzug oder Logo hervorgehoben wird, setzen Akzente, die von Ihrer Zielgruppe nicht nur gesehen, sondern auch gefühlt werden können.